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Gemeinderat

Feuerwehrleute erhalten ab 2017 etwas mehr Geld

Eine höhere Entschädigung gibt’s bei Einsätzen und Brandwachen. Heizmann sieht Sulz als Vorreiter.

07.12.2016
  • Cristina Priotto

Exakt ein Jahr nach dem Scheitern des CDU-Antrags auf Einführung einer „Red Card“ für Feuerwehrleute befasste sich der Gemeinderat am Montag mit einer Änderung der Feuerwehrentschädigungssatzung.

Bürgermeister Gerd Hieber hatte die Anregung, die aus mehreren Sitzungen des Anfang des Jahres neu gegründeten Arbeitskreises Feuerwehr hervorging, bereits bei der Einbringung des Haushalts am 14. November vorgetragen (wir berichteten). „Das wird weiterhelfen, die Gesamtsituation zu verbessern und die Wertschätzung zum Ausdruck zu bringen“, zeigte Hieber sich in der jüngsten Sitzung überzeugt.

Zuletzt waren die Entschädigungen für Feuerwehrleute vor sieben Jahren erhöht worden.

Seither erhalten Feuerwehrleute bei Einsätzen für jede volle Stunde zwölf Euro, künftig sollen es 15 Euro sein. Für den Brandsicherheitswachdienst gab‘s bislang zehn Euro, ab Januar 2017 werden es zwölf Euro sein. Der Stadt entstehen dadurch jährliche Mehrkosten in Höhe von 3000 Euro. „Auf den Haushalt schlägt sich dies aber nicht nieder“, erklärte Kämmerer Michael Lehrer, denn diese Ausgaben hole sich die Stadt zum Großteil über Entschädigungssätze zurück.

Trautwein: „Tragfähige Lösung“

Damit fällt die Erhöhung wesentlich günstiger aus als dies die Vergünstigungen für Freibad, Neujahrskonzert und Opernfestspiele mit der „Red Card“ gewesen wären: Lehrer hatte voriges Jahr ausgerechnet, dass dies mit jährlich 17740 bis 64000 Euro zu Buche geschlagen hätte.

Als Einziger bezog Robert Trautwein Stellung: „Jetzt bin ich froh, dass wir das angestoßen haben“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende zum Vorschlag der Verwaltung. Der CDU-Antrag sei 2015 „nicht so gut angekommen“, rief der Fraktionsvorsitzende dem Gemeinderat in Erinnerung. Die drei anderen Fraktionen hatten den Vorschlag im Dezember 2015 mit 16 Nein-Stimmen so deutlich abgeschmettert, dass die fünf CDU-Stimmen keine Chance hatten, das Anliegen durchzusetzen. „Das ist eine tragfähige Vereinbarung“, lobte Trautwein.

Der Gemeinderat votierte einstimmig für die neuen Sätze. Von der Feuerwehr war kein Vertreter zu der Sitzung gekommen.

Stadtbrandmeister Eugen Heizmann nahm das Votum mit Interesse zur Kenntnis: „Sulz ist jetzt ein Vorreiter“, merkte Heizmann am Dienstag auf Nachfrage der SÜDWEST PRESSE an. Der Gemeindetag hat noch nicht über die Empfehlungen des Landesfeuerwehrverbands entschieden. Die Richtlinien sehen zwölf Euro vor – diesen Mindestbeitrag hatte Sulz. Das Zögern anderer Gemeinden kann der Sulzer Abteilungskommandant nicht verstehen – schließlich fallen die höheren Sätze nur für Echteinsätze der 289 Feuerwehrleute an, nicht für Übungen. Handelt es sich nicht um Pflichtaufgaben, zahlt der Verursacher.

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07.12.2016, 01:00 Uhr

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