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Mössingens früherer OB gibt Kurse bei der Volkshochschule

Fifka kocht

Was macht eigentlich Mössingens früherer OB Werner Fifka, der Vorgänger von Michael Bulander? Haben sich schon viele Bürger/innen in der Steinlachstadt gefragt. Fifka kocht. Im Herbst gibt er sogar drei Kurse bei der Volkshochschule.

01.06.2012
  • Ernst Bauer

Mössingen. Lange Zeit hatte man nichts mehr von ihm gehört, nachdem er im Oktober 2010, gesundheitlich angeschlagen, vorzeitig als Rathauschef ausgeschieden war. Demnächst will Werner Fifka, 55, der nach wie vor in Bästenhardt wohnt, zumindest ein bisschen aus der Gerüchteküche heraus kommen – indem er Ende Oktober bei der Vhs in Mössingen selber einen ersten Kochkurs gibt: „Köstliches Italien“. Zwei weitere sollen im Herbst-/Winterprogramm folgen; einer über die Südtiroler Küche – wo Fifka mit seiner Frau Andrea immer in Urlaub ist; und ein Kurs zusammen mit Sona Hannaleck über „Lieblings-Curry-Gerichte“.

Mehr wollten er und Vhs-Leiterin Elke Schelling vorab allerdings noch nicht verraten. Im Frühjahr 1998 war Fifka als SPD-Mann überraschend auf Anhieb zum Mössinger Bürgermeister gewählt worden und mit der Großen Kreisstadt dann auch zum Oberbürgermeister aufgestiegen. Seit seiner frühen Jugend ist er begeisterter Hobbykoch. Mit einem kleinen Interview haben wir Fifkas Kochgeheimnisse zu ergründen versucht:

TAGBLATT: Wann haben Sie Ihre Kochleidenschaft entdeckt? Bei Muttern oder später? Was waren Ihre Schwäbisch Gmünder Lieblingsgerichte als Kind?

Fifka: Ich war früher bei uns zu Hause derjenige, der regelmäßig versucht hat, mit allem, was im Kühlschrank zu finden war, zu kochen. Regelmäßiger Kommentar meiner Schwester: „Sieht ja eklig aus!“ Trotzdem fand sie es meistens lecker, und ich musste aufpassen, dass sie mir nicht alles weggegessen hat.

„Richtig gekocht“ habe ich später zusammen mit einem Freund. Unsere Kirchengemeinde hatte eine Pension im Allgäu. Bei Kinder- und Jugendfreizeiten haben wir jedes Jahr die ganze Truppe bekocht.

Als Volkshochschulkoch wollen Sie in Mössingen nun in die italienische Küche einführen, Südtiroler Köstlichkeiten zubereiten – sind die Kurse vor allem von Lana, Ihrem Hauptferienort in Südtirol, inspiriert?

Ich bin seit Jahrzehnten jedes Jahr – meistens zweimal – in Lana. Auch der guten Küche wegen. Südtirol hat angeblich die höchste „Hauben-Köche-Dichte“. In der Südtiroler Küche macht’s die Mischung. Hier treffen sich Alpen- und Mittelmeerküche.

Was halten Sie von den „Fernsehköchen“, etwa bei Lanz, und von Gewürzpapst Schuhbeck?

Meine Frau und ich schauen gerne Kochsendungen, vor allem solche, bei denen man auch was lernt. „Lanz kocht“ gehört dazu. Schuhbecks Küche liegt mir nicht. Sehr gut finde ich dagegen Cornelia Poletto. Hat auch gute Kochbücher. Habe über 500 Kochbücher im Regal. Wenn ich etwas kochen will, lege ich oft zu einem Gericht fünf bis acht Rezepte nebeneinander und such‘ mir meinen Mix zusammen. Apropos „Fernsehköche“: Ich finde Stefan Marquardt und den Zacherl gut. Gute Typen. Habe beide schon live erlebt.

Woher kommen Ihre Curry-Kenntnisse?

Meine Frau und ich, wir lieben Currys – vor allem indische Currys. Habe im Lauf der Zeit viele ausprobiert und mittlerweile fünf bis sieben Lieblingscurrygerichte. Jamie Oliver hat in seinen Kochbüchern viele gute Anregungen dazu.

Sind Sie ab und zu bei Vincent Klink in der Stuttgarter Wielandshöhe?

Wir gehen so gut wie nie auswärts essen. Meiner Frau ist es lieber, wir essen zuhause. Ab und zu, wenn es deftig sein soll, gehen wir zum Griechen nach Hechingen. Vincent Klink find‘ ich gut. Gute Rezeptanregungen. Zum Essen war ich nur einmal bei ihm, anlässlich unseres Hochzeitstags.

Was halten Sie von den drei alten Koch-Weisheiten: a. Liebe geht durch den Magen, b. Viele Köche verderben den Brei, c. Der Mensch ist, was er isst?

Mit Ihren Kochweisheiten fange ich wenig an. Besser find‘ ich: „Nur die Köche sind beschissen, die sich nicht zu helfen wissen.“

Fifka kocht
Das muss ein sehr lustiges Stadtfest 2010 gewesen sein – und eins, das Lust auf weitere macht. Oder hatte Michael Bulander einfach noch gut lachen, ehe er Oberbürgermeister wurde? Neulich, bei der Pressekonferenz zu Kulturherbst und Stadtfest, schien er jedenfalls immer noch (oder nach den Ferien wieder) sehr gut gelaunt und sprach davon, dass das Fest „mit ein paar Veränderungen neuen Schwung“ bekommen solle. 2010 (das Stadtfest ist jeweils nur in „geraden“ Jahren) war Bulander bereits gewählt, aber noch nicht im Amt – Vorgänger Werner Fifka (rechts) hingegen noch im Amt, aber schon auf dem Sprung. Links im Bild ein Mössinger Urgestein: Braumeister Heinrich Fischer. Archivbild: Rippmann

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01.06.2012, 12:00 Uhr

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