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Flügelkonzept noch im Rennen

Filderdialog will die Gäubahnvariante mit S-Bahn zum Flughafen

Wie wird der Flughafen an das S 21-Netz angebunden? Beim Filderdialog am Samstag votierte die Mehrheit für die Gäubahnvariante. Der Vorschlag der Region Neckar-Alb, diese Trasse mit einem Neckartal-Flügel zu versehen, bleibe nach wie vor im Rennen, so Regionalverbands-Vorsitzender Eugen Höschele.

09.07.2012
  • Angelika Bachmann

Tübingen. Nach der dritten Runde liegt nun das Bürgervotum des so genannten Filderdialogs vor. 63 der rund 120 Teilnehmer sprachen sich für die so genannte Gäubahnvariante aus. Sie sieht vor, dass Fern- und Regionalzüge der Gäubahn in Vaihingen halten. Wer zum Flugplatz will, steigt in die S-Bahn auf die Fildern um. 44 Teilnehmer des Filderdialogs stimmten für die so genannte Antragstrasse der Bahn. Diese Variante würde den Fernverkehr aus dem Süden von Vaihingen aus über die „Rohrer Kurve“ direkt auf die Fildern und zum Flughafen hoch leiten.

„Jetzt liegt der Ball bei der Bahn“, sagt Eugen Höschele, Vorsitzender des Regionalverbands Neckar-Alb. Der Filderdialog ist ein Bürgervotum, das für die S 21-Planer aber keinen verbindlichen Charakter hat. In der abschließenden Runde am 13. und 14. Juli sollen sich die Bahn, das Land und die Stadt Stuttgart zu dem Bürgervotum äußern.

Dabei sieht Eugen Höschele auch noch Chancen für die vom Regionalverband ins Spiel gebrachte „Flügelvariante“. Sie sieht vor, den ICE von Zürich nach Stuttgart in Horb zu teilen und zweigleisig weiterzuführen: Der eine Zugteil fährt auf der Gäubahntrasse (über Herrenberg und Böblingen). Der zweite Teil fährt entlang des Neckartals (über Tübingen) und über eine zweigleisig ausgebaute Wendlinger Kurve zu den Fildern und zum Flughafen.

Er habe in den letzten Tagen viele Anrufe und E-Mails mit technischen Einwänden gegen diese Variante bekommen, sagte Höschele. „Aber bei so einer wichtigen Entscheidung sind die Bahn und die Techniker in der Bringschuld, Lösungen zu finden.“

Die Flügelvariante sei eine einmalige Chance, die Region Neckar-Alb besser an den Mittleren Neckarraum anzubinden. Bisher führten die Achsen und großen Trassen an dieser Region vorbei. Diesen Mangel zu beheben, sei auch aus strukturpolitischer Sicht im Land wichtig.

Filderdialog will die Gäubahnvariante mit S-Bahn zum Flughafen
Im Horber Bahnhof hält der ICE Zürich–Stuttgart. Wird er künftig geteilt und fährt mit der Hälfte der Waggons durchs Neckartal über Tübingen und Reutlingen? Noch ist diese Variante bei den S21-Plänen im Spiel. Archivbild: Kuball

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09.07.2012, 12:00 Uhr

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