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Kontrolleure auf Hausbesuch

Film über Pro und Contra der Waffenaufbewahrung in Rottenburg gedreht

Ein Filmteam begleitete die Beamten des Rottenburger Ordnungsamtes kürzlich bei der Kontrolle von Waffenbesitzern. Die Beamten kontrollierten die sichere Aufbewahrung von Gewehren und Pistolen.

12.09.2012

Rottenburg. „Das kalte Eisen“ heißt der Dokumentarfilm, an dem der Stuttgarter Regisseur Florian Fickel und der Kameramann Gunther Merz seit über einem Jahr arbeiten. Nach schriftlicher Auskunft des Regisseurs gegenüber dem TAGBLATT handelt die Co-Produktion mit dem Südwestfunk „vom Pro und Contra der Waffenaufbewahrung zuhause“.

In Rottenburg begleiteten die Filmemacher zwei Beamte des Ordnungsamts bei insgesamt sieben Kontrollbesuchen. Die Kontrollen waren nach dem Amoklauf von Winnenden eingeführt worden. Dabei gab es mehrere „kleinere Beanstandungen“, so Rottenburgs Ordnungsamtsleiter Martin Schmid. In einigen Grenzfällen ging es um die „Dicke des Blechs am Waffenschrank“, in einem anderen Fall gab ein Besitzer freiwillig eine relativ harmlose Flobert-Waffe ab, die in Deutschland meldepflichtig, in Österreich dagegen frei zugänglich ist. Den Drehort Rottenburg wählte Regisseur Fickel „aufgrund der Freundlichkeit der Menschen auf dem entsprechenden Amt“ aus.

Für Gesprächsstoff in mehreren Leserbriefen und Aufruhr sorgten die im Frühjahr 2011 eingeführten Kontrollen aufgrund der Kosten von 176 Euro für einen Hausbesuch, die von den Waffenbesitzern selbst bezahlt werden müssen. Das Ordnungsamt begründet diese Gebühr mit dem erhöhten Personalaufwand.

Die Kontrollen laufen, so Schmid gegenüber den TAGBLATT folgendermaßen ab: Die nach einer Anfrage des Gemeinderats knapp 700 Waffenbesitzer der Stadt wurden angeschrieben und aufgefordert einen verschließbaren und zertifizierten Panzerschrank zur Aufbewahrung ihrer Waffen mit einem Foto oder einem Kaufbeleg nachzuweisen. Waffenbesitzer, die dieser Aufforderung nicht nachkommen, erhalten Besuch von den Beamten.

Zu den legalen Waffenbesitzern gehören in Rottenburg neben Jägern und Sportschützen übrigens auch Erben und Altbesitzer, die ihren Waffenschein noch vor 1973 erwarben. Damals sei es noch wesentlich einfacher gewesen, den Schein zu bekommen.

Bei Kontrollbesuchen, erklärte Schmid, zögen es die beiden letztgenannten Gruppen jedoch häufig vor, ihre Waffen abzugeben, anstatt sich teure Waffenschränke zu kaufen. Nicht unter die Kontrolle des Ordnungsamts fallen derweil die Dienstwaffen der Polizei und aber auch Luftgewehre, die nach derzeitigem Recht nicht meldepflichtig sind. mdz

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12.09.2012, 12:00 Uhr

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