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Moderne Präsentation einer Tradition

Film über das Kinderfest ist fertig / Team dreht sehenswerten 30-Minüter / Öffentliche Vorführungen geplant

Kino-Atmosphäre herrschte am Dienstagnachmittag im Rathaus: Mit Spannung erwarteten die geladenen Gäste im vollbesetzten Bürgersaal die erste öffentliche Vorführung des Films über das Kinderfest. Der etwa 30-minütige Streifen dokumentiert kurzweilig und unterhaltsam Geschichte und Gegenwart der Sulzer Traditionsveranstaltung. Verantwortlich war ein vierköpfiges Team der Elly-Heuss-Knapp-Schule, das dafür rund 1400 Clips gedreht hat.

20.04.2016
  • cristina priotto

Sulz. Den Anstoß zu dem außergewöhnlichen Projekt hatten vor eineinhalb Jahren die Stadt und der Kultur- und Heimatverein gegeben. Ziel war es, das Kinderfest moderner bewerben zu können.

Mit Hans-Peter Sommer und Hermann Kipp wurden an der Elly-Heuss-Knapp-Schule zwei erfahrene Film- und Kamera-Experten gefunden. Als charmante Moderatorinnen führen Melina Heizmann und Debora Ruge von der zweijährigen Berufsfachschule für Wirtschaft durch den Film.

Stadtjugendpflegerin Gertrud Teller zeigte sich am gestrigen Dienstagnachmittag bei der ersten öffentlichen Vorführung begeistert: „In vielen der Mitwirkenden war sehr viel Schauspieltalent versteckt“, lobte Teller die Akteure.

Bürgermeister Gerd Hieber erinnerte daran, dass wegen der ersten gesamtstädtischen Ausrichtung des Neckar- und Kinderfests im Jahr 2015 unter dem Motto „1225 Jahre Sulzer Geschichte(n)“ die Idee entstand, das Fest mit einer bis ins Jahr 1559 zurückreichenden Tradition mit modernen Medien zu dokumentieren. „Es ist anstrengend, einen Film zu machen“, stellte Hieber fest. Als beteiligter „Schauspieler“ wusste der Schultes, dass manche Szenen mehrfach gedreht werden mussten.

Hans-Peter Sommer hatte sich im Vorfeld viele Gedanken über das Drehbuch gemacht. Der pensionierte Berufsschullehrer steckte mit Hermann Kipp sehr viel Zeit in die Umsetzung, davon allein 160 Stunden, um aus den über 1400 gedrehten Clips die besten 260 auszuwählen und zu schneiden.

Wie sich das geladene Sulzer Premieren-Publikum gestern überzeugen konnte, ist daraus ein sehr gelungener Film geworden.

Der etwa 30-minütige Streifen beginnt mit Bildern vom Aufbau des Neckar- und Kinderfests. Welche Rolle Hannikel spielt, hat das Moderatorinnen-Duo anhand einer sehr amüsanten Umfrage unter Mitschülern herauszufinden versucht. Wesentlich mehr zum Thema wusste Stadtarchivar Paul T. Müller zu erzählen, den Debora Ruge und Melina Heizmann über den Räuber interviewten. Zu Wort kommt in dem Film auch der Sulzer Bürgermeister: Gerd Hieber beleuchtet die Ursprünge, nämlich die württembergische Kirchenordnung von 1559, gemäß der nach der Schulvisitation durch die Dekane im Mai ein Fest für Kinder als Belohnung für gute Schulleistungen ausgerichtet wurde. In Sulz hat sich diese Tradition erhalten und wurde 1970 an das Neckarfest des Musikvereins gekoppelt.

Musik-Vereins-Chef Hans Gühring berichtet in dem Film von den Vorbereitungen, und mit Gertrud Teller hat das Filmteam den Kindergartenkindern in Sulz und einigen Ortsteilen beim Basteln für den Umzug über die Schulter geschaut. Ausführlich und mit vielen sehr gelungenen Aufnahmen aus unterschiedlichen Perspektiven wird der Umzug der Kindergärten und Grundschulen als Höhepunkt des Kinderfests wiedergegeben.

Zum Schmunzeln regten bei der Premiere die Präsentationen des Sulzer Nachwuchses auf der Bühne im Wöhrd-Park an, wobei sowohl Bild- als auch Tonqualität ansgesichts der schwierigen Filmverhältnisse bemerkenswert gut sind. Die Ansprache Hiebers und das gemeinsam gesungene Eröffnungslied „Geh‘ aus, mein Herz, und suche Freud‘“ fehlen ebenfalls nicht.

Mit Augenzwinkern aufgenommen sind die Sequenzen vom Spieleparcours im Stadtpark. Abgerundet wird der Film durch Mitschnitte des musikalischen Abendprogramms. Zum Abschluss gibt‘s sinnigerweise eine Einladung zum nächsten Kinderfest, auf die der Streifen wahrlich viel Lust macht.

Nach der Vorführung erhielten die Macher viel Applaus. „Das ist ein ganz toller Film und ein Zeitzeugnis für die Zukunft“, schwärmte Bürgermeister Hieber und versprach, dass der Film nicht in der Schublade verschwinde, sondern der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll.

Info Im Internet soll der Film auf „Youtube“ eingestellt werden.

Öffentliche Vorführungen sind etwa bei den Kinomobil-Terminen sowie beim Neckar- und Kinderfest geplant.

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20.04.2016, 01:00 Uhr

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