Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Action von der Insel

Filmschau im Arsenal: Zwölfmal Taiwan auf großer Kinoleinwand

Auf Initiative der Universität zeigt das Kino Arsenal vom kommenden Montag an eine Woche lang aktuelle und ältere Filme vom chinesischen Inselstaat Taiwan. Erwartet wird auch ein Star des dortigen Kinos.

05.07.2014
  • Klaus-Peter Eichele

Filmschau im Arsenal: Zwölfmal Taiwan auf großer Kinoleinwand
Das Actionepos "Warriors Of The Rainbow" über einen Aufstand der Ureinwohner war in Taiwan ein Kassenknüller.

Taiwan-Filmreihen gibt es in Tübingen bereits seit mehreren Jahren. Bisher fanden sie aber stets im geschützten Raum universitärer Hörsäle statt. Jetzt wagen die Macher vom European Research Center on Contemporary Taiwan (ERCCT) erstmals den Sprung auf die reguläre Leinwand des Kinos Arsenal. Neu ist auch, dass statt der bisher dominanten Dokumentationen vor allem Spielfilme gezeigt werden.

Flankiert wird der Schritt an die große Öffentlichkeit vom Besuch eines der momentan populärsten Schauspielers aus Taiwan. Umin Boya spielt die Hauptrolle in dem opulenten Actiondrama "Warriors of The Rainbow", das 2011 zum Blockbuster an der heimischen Kinokasse gediehen ist. Das Epos handelt von einem Aufstand der Ureinwohner gegen die japanische Kolonialherrschaft in den dreißiger Jahren. Umin Boya kommt am Freitag, 11. Juli, um 20.15 Uhr zur Vorstellung ins Kino Arsenal, wo er tags darauf (17 Uhr) auch sein Regie-Debüt "Kano" präsentiert. Darin geht es um ein taiwanesisches Baseball-Team, das, ebenfalls in den dreißiger Jahren, in der japanischen Liga Erfolge feierte.

Folgt man dem Festival-Spielplan, so ist die Aufarbeitung der Zeitgeschichte ein zentrales Thema des Insel-Kinos. In "GF*BF" bildet die Revolte gegen die Diktatur in den achtziger und neunziger Jahren den Hintergrund für das Auf und Ab in den (Liebes-)Beziehungen dreier junger Leute. "The Rice Bomber" erzählt die Geschichte eines Mannes, der 2002 mit selbstgebastelten Reisbomben gegen die Agrarpolitik der Regierung protestiert hat – und damit zum Idol der Kleinbauern aufgestiegen ist.

Insgesamt werden vom 7. bis zum 14. Juli neun Spiel- und drei Dokumentarfilme gezeigt, darunter bereits Tübingen-bekanntes wie das bildmächtige Gangsterepos "Monga" und die Großstadtromanze "Au revoir Taipeh". Selbstverständlich darf auch Taiwans berühmtester Regisseur in der Revue nicht fehlen. Vom zweifachen Oscar-Gewinner Ang Lee ("Brokeback Mountain"), der seit zwanzig Jahren in Hollywood arbeitet, steht sein kulinarisches Frühwerk "Eat Drink Man Woman" auf dem Programm.

INFO: Den gesamten Spielplan gibt es auf der Webseite www.ercct.uni-tuebingen.de/spotlight.taiwan

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

05.07.2014, 12:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Die Kommentarfunktionalität wurde für diesen Artikel deaktiviert.