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Naturfreibad Herrenberg

Filtermaterial war nicht in Ordnung

Die zu hohe Konzentration des Bakteriums scheint gefunden. Firma soll letzte Chance zur Nachbesserung erhalten.

11.10.2016
  • ede

Nachdem das Naturfreibad seit 2015 mehrmals wegen Grenzwertüberschreitungen des Bakteriums Pseudomonas aeruginosa geschlossen, nachgebessert und optimiert, aber noch nicht vollends in Ordnung gebracht wurde, hat die Stadt Herrenberg mehrere Institute beauftragt und aufwändige Untersuchungen veranlasst, darunter auch einen Färbeversuch (wir berichteten). Danach seien feine Bestandteile des Pflanzsubstrats in den Neptunfilter eingeschlämmt worden, sie hätten dort für die Verunreinigung gesorgt, so die Vermutung. Der Neptunfilter aber konnte nicht eindeutig als Quelle des Bakteriums ausgemacht werden.

Deutlicher wurde das Ergebnis einer weiteren Analyse: So habe das eingesetzte Filtermaterial (etwa 1000 Tonnen) nicht die geforderten Qualitäten und weise keine Zertifizierung auf. Den aufwändigen Austausch muss nun die Firma übernehmen, die das Material eingesetzt hatte. Ein Testbetrieb des Filters mit Lastwechsel und Trübungsmessung soll noch vor Ende dieses Jahres erfolgen, weitere umfangreiche Arbeiten stehen bis März kommenden Jahres an.

Damit will die Stadt den Planern der Firma Wasserwerkstatt „letztmals Gelegenheit geben“, das Naturfreibad in einen „dauerhaft funktionstüchtigen und ordnungsgemäßen Zustand“ zu bringen, heißt es. Das „Naturbad“ sollte noch eine Chance erhalten. Die CDU hatte beantragt, den Umbau des Freibades zu einem konventionellen Chlorbad zu prüfen. Das koste laut Verwaltung jedoch nicht unter zwei Millionen Euro. Zudem bestehe bei der Wasserwerkstatt noch Gewährleistung. Das Naturbad könne mit verhältnismäßig geringen Kosten in Ordnung gebracht werden. Heute Abend stimmt der Gemeinderat darüber ab.

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11.10.2016, 01:00 Uhr

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