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Flora und Fauna sind intakt

Fischereiverein „Anker“ setzt 500 Pflanzen am und im Tälesee

Mächtig in die Hände spuckten die Mitglieder des Fischereivereins „Anker“ am Samstag. Sie setzten knapp 500 Pflanzen rund um den Tälesee und ins Gewässer.

15.09.2010

Von Emil Henger

Empfingen. Unterstützt wurden die rund 15 Vereinsmitglieder von Heike Kipp, einer Mitarbeiterin des Empfinger „Büro Gfrörer“. Auf einem Lageplan war festgelegt, in welchem Bereich am Ufer, im Flachwasser oder gar im Gewässer selbst, die Pflanzen eingebracht werden sollten. Als typische Gewächse für das Ufer und den Flachwasserbereich gelten zum Beispiel Pfeilkraut, Fieberklee, Schillernde Schwertlilie oder auch die Sumpfdotterblume.

Weil das Ufer zum Teil recht verwachsen war, musste mit Sensen das Gras gemäht werden, um für die Pflanzen Platz zu schaffen.

Die i-Tüpfelchen eines stehenden Gewässers sind die herrlich blühenden Seerosen oder die gelben Teichrosen. Im Schongebiet am östlichen Teil des Tälesees stapfte Alfred Schäfer im wasserdichten Neoprenanzug gehüllt, vorsichtig ins hüfthohe Wasser. In der Hand hielt er die Pflanzen. Damit sie nach dem Anwachsen nicht zu sehr wuchern, wurden sie mitsamt dem Pflanzkorb ins Wasser gesetzt.

Insgesamt 480 Pflanzen sind am Samstag als ökologische Ausgleichsmaßnahme fürs Gewerbegebiet „Alte Kaserne“ gepflanzt worden. Die Kosten für die Gewächse übernimmt die Gemeinde Empfingen.

Im November 2008 war, wie ausführlich berichtet, das Wasser des Tälesees abgelassen worden. Dabei stellte sich heraus, dass sich durch die starke Verschlammung keine Flora entwickeln konnte. Doch genau die Pflanzenwelt ist wichtig für die Reinigung des Wassers und die Förderung der Kleinstlebewesen. Nachdem eine Unmenge von Schlamm entfernt worden ist, kehrt wieder Leben in den Tiefen des Sees ein.

„Die Fische fühlen sich wohler und haben genug zu fressen“, hat Gewässerwart Andreas Walter festgestellt. Die Fische im Tälesee, darin tummeln sich zum Beispiel Hechte, Karpfen, Zander, Barsche oder Schleien, gedeihen prächtig. Vor allem den Barschen ist das Wachstum anzumerken. Dass sich Flora und Fauna so prächtig entwickeln lässt die „Anker“-Mitglieder strahlen. Die nicht ganz billige Entsorgungsaktion durch die Gemeinde und das Engagement des Fischereivereins haben sich auf jeden Fall gelohnt.

Bernd Koch (links) und Gewässerwart Andreas Walter bei der Pflanzaktion des Fischereivereins am Tälesee.Bilder: emi

Alfred Schäfer pflanzt im Wasser.

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Erstellt:
15. September 2010, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
15. September 2010, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 15. September 2010, 12:00 Uhr

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