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Wachstum begrenzt

Flächennutzungsplan wirft Schatten voraus

Kusterdingen muss für den neuen Flächennutzungsplan des Nachbarschaftsverbands festlegen, wo künftig neue Wohn- und Gewerbeflächen ausgewiesen werden können.

24.07.2015
  • Stephan Gokeler

Kusterdingen. Der Nachbarschaftsverband Reutlingen-Tübingen, dem auch Kusterdingen, Kirchentellinsfurt und Dettenhausen angehören, arbeitet derzeit an einem neuen Flächennutzungsplan (FNP). Nur auf Flächen, die darin ausdrücklich für solche Zwecke vorgesehen sind, können die Mitgliedsgemeinden künftig neue Wohn- oder Gewerbegebiete schaffen. Im Vergleich zum derzeit noch gültigen FNP werden dies weniger sein, was unter anderem an neuen gesetzlichen Vorschriften zum sparsamen Flächenverbrauch liegt. Nach Einschätzung der Kusterdinger Räte und Bürgermeister Jürgen Soltau ist aber auch das Regierungspräsidium dafür verantwortlich, dessen Vorgaben sehr strikt seien.

Für die Gesamtgemeinde stehen nach dem Grundsatzbeschluss des Verbandes künftig noch 14,5 Hektar für neue Wohngebiete und fünf bis sechs Hektar für neue Gewerbeflächen zur Verfügung. Soltau berichtete, dass anderen Gemeinden vergleichbarer Größe, außerhalb des Nachbarschaftsverbandes, fünfmal so viel zugestanden werde. Es führe allerdings kein Weg daran vorbei, nun festzulegen, wie die knappen Flächen auf die einzelnen Dörfer verteilt werden sollen. Als Maßstab vereinbarten die Gemeinderäte in einer Klausur die Einwohnerzahl. Einfließen soll aber auch, wo in den letzten Jahren bereits neue Baugebiete entstanden sind und wo keine Entwicklung stattgefunden hat.

Auf dieser Grundlage diskutierten die Ortschaftsräte, wo im Dorf künftig neu gebaut werden darf. Damit sind auch heikle Entscheidungen verbunden, machte Soltau in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch deutlich: Wegen der Flächenreduzierung müssten bisher geplante Standorte verkleinert oder gestrichen werden, was für die Grundstückseigentümer oft eine Wertminderung bedeute. Leonie Haueisen (SPD) hielt ein flammendes Plädoyer gegen die Ausweisung der Streuobstwiesen im Mähringer Gewann „Im Weiher“ als mögliches Neubaugebiet. Mit dem Antrag, andere Flächen als vom dortigen Ortschaftsrat beschlossen zu priorisieren, scheiterte sie an der Mehrheit.

Vergleichsweise konfliktfrei gelang die Festlegung künftiger Gewerbeflächen. Vorgeschlagen sind: in Kusterdingen, Braike West sowie Löhlen Südost und Südwest. Des weiteren der Mähringer Brühl und in Wankheim die Erweiterung des Gebiets Helleräcker. Darüber, wo genau neue Wohnhäuser gebaut werden können, wird die Gemeinde Anfang nächsten Jahres informieren.

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24.07.2015, 12:00 Uhr

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