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Fast 2000 Menschen demonstrierten gegen den Überfall auf zwei Afrikanerinnen am Freitag

„Flüchtlinge sind in Rottenburg willkommen“

Mit solch einem Echo hatte wohl kaum jemand gerechnet: Bis zu 2000 Menschen strömten am Abend auf den Marktplatz. Zu der Kundgebung „Rottenburg gegen Rechts“ hatten der Oberbürgermeister, Kirchen und Parteien aufgerufen. Sie war eine Reaktion auf die Prügel-Attacke eines Rottenburger Neonazis gegen zwei Afrikanerinnen am vergangenen Freitagabend.

23.12.2014

Von Michael Hahn

Rottenburg: Kundgebung gegen rechte Gewalt

Mit solch einem Echo hatte wohl kaum jemand gerechnet: Bis zu 2000 Menschen strömten am Abend auf den Marktplatz. Zu der Kundgebung „Rottenburg gegen Rechts“ hatten der Oberbürgermeister, Kirchen und Parteien aufgerufen. Sie war eine Reaktion auf die Prügel-Attacke eines Rottenburger Neonazis gegen zwei Afrikanerinnen am vergangenen Freitagabend.

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Mit solch einem Echo hatte wohl kaum jemand gerechnet: Bis zu 2000 Menschen strömten am Abend auf den Marktplatz. Zu der Kundgebung „Rottenburg gegen Rechts“ hatten der Oberbürgermeister, Kirchen und Parteien aufgerufen. Sie war eine Reaktion auf die Prügel-Attacke eines Rottenburger Neonazis gegen zwei Afrikanerinnen am vergangenen Freitagabend.

Mit solch einem Echo hatte wohl kaum jemand gerechnet: Bis zu 2000 Menschen strömten am Abend auf den Marktplatz. Zu der Kundgebung „Rottenburg gegen Rechts“ hatten der Oberbürgermeister, Kirchen und Parteien aufgerufen. Sie war eine Reaktion auf die Prügel-Attacke eines Rottenburger Neonazis gegen zwei Afrikanerinnen am vergangenen Freitagabend.

Mit solch einem Echo hatte wohl kaum jemand gerechnet: Bis zu 2000 Menschen strömten am Abend auf den Marktplatz. Zu der Kundgebung „Rottenburg gegen Rechts“ hatten der Oberbürgermeister, Kirchen und Parteien aufgerufen. Sie war eine Reaktion auf die Prügel-Attacke eines Rottenburger Neonazis gegen zwei Afrikanerinnen am vergangenen Freitagabend.

Mit solch einem Echo hatte wohl kaum jemand gerechnet: Bis zu 2000 Menschen strömten am Abend auf den Marktplatz. Zu der Kundgebung „Rottenburg gegen Rechts“ hatten der Oberbürgermeister, Kirchen und Parteien aufgerufen. Sie war eine Reaktion auf die Prügel-Attacke eines Rottenburger Neonazis gegen zwei Afrikanerinnen am vergangenen Freitagabend.

Mit solch einem Echo hatte wohl kaum jemand gerechnet: Bis zu 2000 Menschen strömten am Abend auf den Marktplatz. Zu der Kundgebung „Rottenburg gegen Rechts“ hatten der Oberbürgermeister, Kirchen und Parteien aufgerufen. Sie war eine Reaktion auf die Prügel-Attacke eines Rottenburger Neonazis gegen zwei Afrikanerinnen am vergangenen Freitagabend.

Mit solch einem Echo hatte wohl kaum jemand gerechnet: Bis zu 2000 Menschen strömten am Abend auf den Marktplatz. Zu der Kundgebung „Rottenburg gegen Rechts“ hatten der Oberbürgermeister, Kirchen und Parteien aufgerufen. Sie war eine Reaktion auf die Prügel-Attacke eines Rottenburger Neonazis gegen zwei Afrikanerinnen am vergangenen Freitagabend.

Mit solch einem Echo hatte wohl kaum jemand gerechnet: Bis zu 2000 Menschen strömten am Abend auf den Marktplatz. Zu der Kundgebung „Rottenburg gegen Rechts“ hatten der Oberbürgermeister, Kirchen und Parteien aufgerufen. Sie war eine Reaktion auf die Prügel-Attacke eines Rottenburger Neonazis gegen zwei Afrikanerinnen am vergangenen Freitagabend.

Mit solch einem Echo hatte wohl kaum jemand gerechnet: Bis zu 2000 Menschen strömten am Abend auf den Marktplatz. Zu der Kundgebung „Rottenburg gegen Rechts“ hatten der Oberbürgermeister, Kirchen und Parteien aufgerufen. Sie war eine Reaktion auf die Prügel-Attacke eines Rottenburger Neonazis gegen zwei Afrikanerinnen am vergangenen Freitagabend.

Mit solch einem Echo hatte wohl kaum jemand gerechnet: Bis zu 2000 Menschen strömten am Abend auf den Marktplatz. Zu der Kundgebung „Rottenburg gegen Rechts“ hatten der Oberbürgermeister, Kirchen und Parteien aufgerufen. Sie war eine Reaktion auf die Prügel-Attacke eines Rottenburger Neonazis gegen zwei Afrikanerinnen am vergangenen Freitagabend.

Mit solch einem Echo hatte wohl kaum jemand gerechnet: Bis zu 2000 Menschen strömten am Abend auf den Marktplatz. Zu der Kundgebung „Rottenburg gegen Rechts“ hatten der Oberbürgermeister, Kirchen und Parteien aufgerufen. Sie war eine Reaktion auf die Prügel-Attacke eines Rottenburger Neonazis gegen zwei Afrikanerinnen am vergangenen Freitagabend.

Mit solch einem Echo hatte wohl kaum jemand gerechnet: Bis zu 2000 Menschen strömten am Abend auf den Marktplatz. Zu der Kundgebung „Rottenburg gegen Rechts“ hatten der Oberbürgermeister, Kirchen und Parteien aufgerufen. Sie war eine Reaktion auf die Prügel-Attacke eines Rottenburger Neonazis gegen zwei Afrikanerinnen am vergangenen Freitagabend.

Mit solch einem Echo hatte wohl kaum jemand gerechnet: Bis zu 2000 Menschen strömten am Abend auf den Marktplatz. Zu der Kundgebung „Rottenburg gegen Rechts“ hatten der Oberbürgermeister, Kirchen und Parteien aufgerufen. Sie war eine Reaktion auf die Prügel-Attacke eines Rottenburger Neonazis gegen zwei Afrikanerinnen am vergangenen Freitagabend.

Mit solch einem Echo hatte wohl kaum jemand gerechnet: Bis zu 2000 Menschen strömten am Abend auf den Marktplatz. Zu der Kundgebung „Rottenburg gegen Rechts“ hatten der Oberbürgermeister, Kirchen und Parteien aufgerufen. Sie war eine Reaktion auf die Prügel-Attacke eines Rottenburger Neonazis gegen zwei Afrikanerinnen am vergangenen Freitagabend.

Rottenburg. Gefühlt war halb Rottenburg auf den Beinen: 2000 Leute aller Altersstufen, viele mit einer Kerze in der Hand. Kinder mit Laternen. Evangelische Pfadfinder. Feuerwehrleute in Uniform. Mitglieder des Türkisch-Deutschen Freundschaftsvereins. Studierende der Forsthochschule.

Die Leute kamen nicht nur aus der Kernstadt, sondern auch aus den Stadtteilen. Manche kamen aus Tübingen und sicher auch aus anderen Städten. Und mehrere Dutzend Flüchtlinge kamen zu Fuß von ihrer Unterkunft auf dem ehemaligen DHL-Gelände am Stadtrand auf den Marktplatz.

Selbstverständlich war auch das offizielle Rottenburg da: Oberbürgermeister Stephan Neher, Finanzbürgermeister Volker Derbogen. Stadträte aller Fraktionen. Ortsvorsteher/innen. Die Bundestagsabgeordneten Chris Kühn (Grüne) und Heike Hänsel (Linke), die Landtagsabgeordneten Daniel Lede Abal (Grüne) und Rita Haller-Haid (SPD). Der Tübinger Landrat Joachim Walter und Rottenburgs Ex-OB Klaus Tappeser (beide CDU). Weihbischof Thomas Renz und Generalvikar Clemens Stroppel von der katholischen Kirche, Pfarrer Jürgen Huber von der evangelischen Kirche.

Am Montag Nachmittag war OB Neher (CDU) noch unsicher gewesen, ob sein Aufruf auch auf Gehör stoßen würde. „Es ist wichtig, dass viele Leute kommen“, hatte er am Telefon gesagt. „Wenn am Dienstagabend nur 50 Leute auf dem Marktplatz stehen, dann wäre das das falsche Signal.“

Aber schon um 17.45 Uhr zeichnete sich ab, dass die Sorge unbegründet war. Da standen schon 300 Leute auf dem Marktplatz, und aus allen Richtungen strömten weitere herbei. Vor dem Rathaus musizierten die Travelling People: Chris und Julia Simmance, die öfter in Rottenburg auftreten, und die am Montag spontan zusagten, als OB Neher sie um Unterstützung für die Kundgebung bat.

„Ich bin beeindruckt, wie viele Menschen heute ein Zeichen setzen“, sagte der Oberbürgermeister in seiner knapp viertelstündigen Ansprache. „Es ist eine Tat, die nicht erklärbar ist“, sagte er über den Angriff des 21-jährigen Rottenburgers auf zwei Frauen aus Gambia am Freitagabend. „Nur weil jemand eine andere Hautfarbe hat, oder eine andere Gesinnung hat.“ Immerhin, so der OB, „haben zwei mutige Bürger sofort eingegriffen und den Täter festgehalten“ (siehe Kasten).

„In einem freien Land wird es immer auch Betonköpfe, Chaoten und Extremisten geben“, sagte der OB und verwies auf Dresden: „Dort geht jeweils montags Pegida gegen eine angebliche Islamisierung auf die Straße.“ Aber, so Neher: „Wir dürfen die Straßen und Plätze nicht den Chaoten überlassen.“

Eine Kundgebung wie die gestrige auf dem Rottenburger Marktplatz werde „auch im Ausland und in anderen Städten wahrgenommen“. Die starke Beteiligung sei „ein Zeichen, dass in unserer Stadt Flüchtlinge willkommen sind“. Starker Beifall.

Zum Abschluss erklang die US-amerikanische Bürgerrechtshymne „We shall overcome“; viele sangen mit. Als sich die Menge bereits aufzulösen begann, bahnte sich eine Gruppe Afrikaner den Weg nach vorne. Neher übergab ihnen das Mikrofon. Der 47-jährige Safiong Touray vom Gambischen Verein in Tübingen bedankte sich bei der Menge: „Rottenburg hat gezeigt, dass wir nicht alleine sind.“ Touray lebt seit 20 Jahren in Deutschland, sagte er dem TAGBLATT. In den vergangenen Tagen hat er sich um die beiden Opfer des Überfalls gekümmert.

Danach übernahm Mariam Baleh das Mikro – sie ist die jüngere der beiden Frauen, die am Freitag angegriffen wurden. Auch sie bedankte sich für die gezeigte Solidarität. „Die Deutschen sind nette Leute“, sagte sie auf Englisch. Und über ihre schwer verletzte Freundin sagte die 27-Jährige: „Meine Schwester ist wieder zu Hause. Wir brauchen Hilfe“ (siehe Kasten).

Ihr Landsmann Mamadi, der ebenfalls in der Rottenburger Asylunterkunft lebt, sagte dem TAGBLATT: „Diese Kundgebung ist eine wunderschöne Sache. Das gibt mir Zuversicht.“ Die Flüchtlinge hätten mittlerweile Angst, alleine vom DHL-Gelände zum Kaufland zu gehen. „Aber heute Nacht werden wir ruhig schlafen.“

Mit selbst gebastelten Plakaten („No Racism“) und verschiedenen Nationalflaggen zog eine Gruppe junger Männer aus dem Jugendhaus Klause über den Marktplatz. „Für uns ist jeder Mensch gleich, egal welche Hautfarbe“, sagte Volkan Okumus. Und Ramon Gojkovic fügte hinzu: „Für uns gibt es keine Ausländer. Es gibt nur gute und schlechte Menschen.“

Zu der Kundgebung hatte der Rottenburger OB Stephan Neher am Montag Mittag aufgerufen – unterstützt von den beiden großen Kirchen und den im Gemeinderat vertretenen Parteien.

WiR-Stadtrat Peter Cuno beschwerte sich gestern per Mail, dass der OB nicht auch die partei-unabhängigen Wählervereinigungen einbezogen hatte. Die Fraktion „Junge Aktive“ nahm es gelassen. Sie stellte den Aufruf auf ihre Facebook-Seite, sagte JA-Stadtrat David Prakash. Da gab es viele „Likes“ – und innerhalb von kurzer Zeit 130 Zusagen zur Kundgebung. Spätestens da war klar, dass der städtische Aufruf kein Flop werden würde.

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Erstellt:
23. Dezember 2014, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
23. Dezember 2014, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 23. Dezember 2014, 12:00 Uhr

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