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Wirtschaft

Flugbegleiter setzen ihren Ausstand aus Stimmung in der Belegschaft ist aufgeheizt

Die Flugbegleiter der Lufthansa haben gestern mit einer Kundgebung ihren Streik beendet - vorerst. Sie kritisieren hart die Haltung des Vorstands.

14.11.2015
  • ROLF OBERTREIS

Frankfurt Rund 1500 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter haben gestern zum Abschluss ihres einwöchigen Streiks vor der Lufthansa-Zentrale am Frankfurter Flughafen lautstark ihrem Unmut über Lufthansa-Chef Carsten Spohr und den gesamten Lufthansa-Vorstand Luft gemacht. "Wir sind Lufthansa", schrien sie, als Nicoley Baublies, Chef der Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo betonte, dass weitere Streiks jederzeit möglich seien, wenn sich Lufthansa nicht bewege.

Nur schwer kamen Lufthansa-Personal-Chefin Bettina Volkens und Finanzchefin Simone Menne zu Wort. "Wir wollen eine starke Lufthansa. Und wir wollen sie zusammen mit ihnen", sagte Volkens. Beide Seiten hielten sich mit neuen Angeboten zurück, betonten aber sie wollten miteinander reden. In welcher Form dies passieren soll, ist offen. Eine Schlichtung bleibe eine Option, sagte Volkens. Vertreter der Gewerkschaft Verdi schlugen einen Runden Tisch mit dem Vorstand und allen Gewerkschaften vor.

Die Stimmung auf dem Platz vor der Lufthansa-Zentrale war extrem aufgeheizt. Flugbegleiter waren zum Teil mit ihren Familien samt Kindern gekommen und hielten Plakate in die Höhe. "Spor no more", "Ausgespohrt", "Lufthansa kaputt spohren?" oder "All doors in Streik" war da unter anderem zu lesen.

Baublies betonte vor seinen Kolleginnen und Kollegen, dass man nichts dagegen habe, dass sich der Lufthansa-Vorstand Gedanken mache, "aber sehr dass er dies ohne die Mitarbeiter tut". Spohr und seine Kollegen müssten aufhören, die Lufthansa mit Angst, Unsicherheit und Perspektivlosigkeit zu führen. Der Vorstand sei von der Sozialpartnerschaft abgerückt.

Baublies betonte zugleich, dass die Flugbegleiter bereit seien und sich zutrauten, den Umbau der Lufthansa mitzugestalten, auch das Billigkonzept bei Eurowings. Von dem was Spohr angepackt habe sei durchaus vieles richtig. Was sich ändern müsse, sei vor allem der Führungsstil. "120 000 Mitarbeiter wollen das die Lufthansa erfolgreich ist." Falls sich Lufthansa nicht bewege, seien weitere Streiks aber jederzeit möglich. Dabei könne er sich gut vorstellen, dass alle Gewerkschaften, also Ufo, die Pilotenvereinigung Cockpit und Verdi für die Bodenmitarbeiter gemeinsam streiken könnten.

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14.11.2015, 12:00 Uhr

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