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Energie

Förderung von Ökostrom wird teurer

Die EEG-Umlage soll nächstes Jahr um gut 8,3 Prozent steigen. Der Ausbau der Windkraft wird begrenzt.

12.10.2016
  • DPA

Berlin. Zur Förderung von regenerativem Strom aus Windkraft und Sonne müssen Verbraucher 2017 erneut tiefer in die Tasche greifen. Die Ökostrom-Umlage wird von 6,35 Cent auf wohl 6,88 Cent pro Kilowattstunde steigen, wie aus der Strombranche gestern verlautete. Die Umlage zahlen Verbraucher über die Stromrechnung. Zuvor hatte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ darüber unter Berufung auf Netzbetreiber berichtet.

Bereits Ende September hatten Experten mit einem Anstieg auf knapp unter 7 Cent pro Kilowattstunde gerechnet. Die Netzbetreiber geben die Höhe der Umlage für 2017 am Freitag bekannt. Das Wirtschaftsministerium äußerte sich nicht zu dem Bericht.

Die EEG-Umlage wird als Differenz zwischen dem Preis, den Stromerzeuger für ihren Strom bekommen, und den garantierten Abnahmepreisen für Ökostrom berechnet. Je niedriger der Börsenpreis, den Energiekonzerne zahlen müssen, desto höher die Umlage. Was der Anstieg der Umlage für Haushalte bedeutet, ist daher kaum zu berechnen. Es kommt darauf an, ob die Energiekonzerne fallende Börsenstrompreise an die Kunden weitergeben.

Im Zuge der Neuordnung der Ökostrom-Förderung ab 2017 sollen im Norden Deutschlands deutlich weniger neue Windkraft-Anlagen gebaut werden als bisher. Nach einem Entwurf für eine Verordnung der Bundesnetzagentur müssen die Regionen, in denen in der Vergangenheit die meisten neuen Windparks entstanden sind, künftig mit etwas mehr als der Hälfte des bisherigen Zubaus auskommen.

Grund für den gebremsten Ausbau sind die Engpässe im Stromnetz. Für Stromkunden dürfte sich beim Preis dem Entwurf zufolge aber kaum etwas ändern. Von den jährlich 2500 Megawatt Windkraft-Leistung, die von 2017 an jährlich neu gebaut werden sollen, dürfen nur maximal 902 Megawatt in „Netzausbaugebieten“ im Norden entstehen. Je nach Größe einzelner Anlagen entspreche das zwischen 120 und 200 Windrädern.

Da der Bau großer Stromleitungen von Nord nach Süd wie die Trasse „Südlink“ nur schleppend vorankommt, lässt sich der Windstrom aus dem Norden oft nicht nutzen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kritisierte die Entwicklung: „Gerade die kostengünstigste Technologie soll an den besten Standorten gedeckelt werden.“ dpa

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12.10.2016, 06:00 Uhr

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