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Türkei

Forderung nach islamischer Verfassung

Der Präsident des türkischen Parlaments, Ismail Kahraman, fordert eine islamische Verfassung für die Türkei: "Wir sind ein muslimisches Land. Als Konsequenz müssen wir eine religiöse Verfassung haben." Der Säkularismus dürfe keine Rolle mehr spielen. Kahraman ist Mitglied der regierenden islamisch-konservativen Partei AKP des Präsidenten Recep Tayyip Erdogan.

27.04.2016
  • AFP

Ankara. Oppositionschef Kemal Kilicdaroglu widersprach. Der vom Staatsgründer der modernen Türkei, Mustafa Kemal Atatürk, eingeführte Säkularismus sei wichtig, damit jeder frei seine Religion ausüben könne, sagte der Vorsitzende der Republikanischen Volkspartei (CHP). Eine Abkehr vom Säkularismus komme nicht in Frage, solange die CHP im Parlament sei. Aus Protest gegen Kahraman versammelten sich mehr als 100 Demonstranten vor dem Parlament, doch wurden sie von der Polizei mit Tränengas auseinander getrieben. Es gab Festnahmen.

Der AKP wird seit ihrer Machtübernahme im Jahr 2002 vorgeworfen, Staat und Gesellschaft islamisieren zu wollen. Die Partei distanzierte sich allerdings. Der Vorsitzende des Verfassungsausschusses, Mustafa Sentop, sagte, der Parlamentspräsident habe "nicht im Namen der AKP gesprochen". Präsident Erdogan plant, die vom Militär geschriebene Verfassung von 1982 zu ändern.

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27.04.2016, 06:00 Uhr

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