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Forscher: AfD beschäftigt sich überwiegend mit sich selbst
Frank Brettschneider ist zu sehen. Foto: Marijan Murat/Archiv dpa/lsw
Stuttgart

Forscher: AfD beschäftigt sich überwiegend mit sich selbst

Nach Meinung des Kommunikationswissenschaftlers Frank Brettschneider hat die AfD im baden-württembergischen Landtag bislang wenig Spuren in der politischen Arbeit hinterlassen.

10.03.2018
  • dpa/lsw

Stuttgart. Die AfD-Fraktion habe sich in ihren ersten zwei Jahren überwiegend mit sich selbst beschäftigt, sagte der Wissenschaftler von der Universität Hohenheim der Deutschen Presse-Agentur. Der Ton im Landtag sei durch die AfD rauer geworden. Das habe Grüne, CDU, SPD und FDP zusammengeführt. «Den Fraktionen ist deutlicher geworden, was sie im Hinblick auf Demokratie miteinander verbindet.»

Die Alternative für Deutschland (AfD) war bei der Landtagswahl am 13. März 2016 auf 15,1 Prozent gekommen. Das entsprach 23 Mandaten - mittlerweile hat sie aber nur noch 20 Mandate. Die AfD-Abgeordnete Claudia Martin trat zur CDU über - zwei weitere Abgeordnete, Wolfgang Gedeon und Heinrich Fiechtner, sind nach internen Querelen fraktionslos. Die AfD-Fraktion hatte sich zeitweise in zwei Gruppen aufgespalten, sie hatte dann aber wieder zueinander gefunden.

Brettschneider meinte, die AfD verfolge im Landtag die gleiche Strategie, die sie überall anwende. «Sie versucht, sich als Vertreter des «Volkswillens» darzustellen, der angeblich von den anderen Parteien missachtet wird. «Einige ihrer Abgeordneten greifen auch zu deftiger Wortwahl - um zu provozieren und so Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.» Die anderen Fraktionen - Grüne, CDU, SPD und FDP - gehen nach seiner Einschätzung souverän mit Provokationen aus der AfD um. «Auf sachliche Auseinandersetzungen mit der AfD gehen die Fraktionen ein, aber sie machen nicht jeden Klamauk mit.»

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10.03.2018, 09:47 Uhr | geändert: 10.03.2018, 09:00 Uhr

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