Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Auf dem Speiseplan

Forscher entdecken Überreste von Rüsseltieren

Beef und Spareribs legt sich der Nordamerikaner heutzutage bei Barbecues gerne auf den Grill. Vor 11.000 Jahren servierte man: gebratenes Rüsseltier

21.07.2014
  • ST

Tübingen. Sie hatten gerade Stoßzähne, ungefähr die Größe heutiger Elefanten und sind auch mit ihnen verwandt: Die Gomphotherien bezeichnen eine ausgestorbene Art von Rüsseltieren, die einst in Nord- und Südamerika weitverbreitet waren.

Auf fossile Überreste dieser Tiere stieß ein internationales Grabungsteam, zu dem auch die Tübinger Archäologin Dr. Susan Mentzer gehört. Die Ausgrabungsstätte mit dem spanischen Namen „El Fin del Mundo – das Ende der Welt“ ist ein abgelegener Ort in der Sonora Wüste im Nordwesten Mexikos. Farmer hatten die Forscher über dort lagernde Knochen informiert.

Das besondere an diesen Funden: Sie datieren auf ein Alter von 13.400 Jahren und damit aus einer Zeit, als Menschen bereits dieses Gebiet besiedelten. Bislang war man davon ausgegangen, dass die Verwandten der Mammuts damals lange ausgestorben waren. Bei den Knochenlagen („bone beds“) fanden die Wissenschaftler zudem Steinwerkzeuge wie Speerspitzen, Schneidewerkzeuge und Feuersteinabschläge.1

Die Fundlage lasse vermuten, dass Menschen die elefantenartigen Säugetiere töteten und sie folglich auf dem Speisezettel zumindest mancher frühen nordamerikanischen Menschen standen, so teilen die Wissenschaftler mit.

Die Forscher untersuchten an der Ausgrabungsstätte auch Überreste weiterer Tiere, archäologisches Material und die Geologie des Geländes. Mentzers Aufgabe war eine detaillierte Untersuchung der umgebenden Sedimente. An ihnen lasse sich ablesen, dass die Umgebung der Ausgrabungsstätte zu Lebzeiten der Tiere noch nicht wie heute Wüste war. Die Überreste der Gomphotherien befanden sich in einer Schicht aus Kiesalgen. Sie lassen darauf schließen, dass das Gebiet mit Wasser bedeckt war – möglicherweise war es ein flacher Tümpel, der von den großen Säugetieren und Menschen als Wasserstelle genutzt wurde.

Forscher entdecken Überreste von Rüsseltieren
Gomphotherium Für dieses Bild gelten die Regeln der Wikimedia Commons Public domain License: http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AGomphotherium_angustidens.jpg

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

21.07.2014, 12:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball