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Konstanz

Forscher wollen Betonkugel im Bodensee versenken

Eine riesige Betonkugel lassen Wissenschaftler seit Dienstagvormittag ganz langsam am Bodensee ins Wasser.

08.11.2016
  • dpa/lsw

Konstanz. Die Forscher des Kassler Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik wollen in den nächsten vier Wochen Tests und Messungen an der Kugel vornehmen, um zu prüfen, ob sie unter Wasser als Energiespeicher dienen könnte. Dafür soll die Betonkugel am Mittwoch mithilfe von Luftkissen über den See gezogen und dann vor Überlingen 100 Meter tief im Wasser versenkt werden.

Die hohle Kugel funktioniert nach Angaben der Forscher nach dem Prinzip eines Pumpspeicherkraftwerks: Einströmendes Wasser treibt eine Turbine an, die Strom erzeugt. Bei einem Überschuss an elektrischer Leistung wird das Wasser wieder teils oder ganz aus der Hohlkugel gepumpt. Damit könnte Energie beispielsweise in der Nähe von Offshore-Windparks im Meer zwischengelagert werden - die Speicherung überschüssigen Stroms ist bisher ein zentrales Problem der Windenergie.

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08.11.2016, 12:56 Uhr | geändert: 08.11.2016, 12:11 Uhr

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