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Für die Bedürfnisse des Alters

Forschungsprojekt „LebensPhasenHaus“ wurde vorgestellt

Das Kooperationsprojekt „LebensPhasenHaus“ präsentierten vor kurzem die Universität Tübingen, die IHK Reutlingen und Unternehmensvertreter. Es soll Antworten auf zentrale Fragen liefern, die durch den demografischen Wandel aufgeworfen werden.

24.09.2014
  • Stefan Krespach

Tübingen. Die steigende Lebenserwartung der Menschen führt zu einer älter werdenden Gesellschaft. Was sind Bedürfnisse des Alters? Wie kann man das Leben im Alter vereinfachen? Was kann man gegen Einsamkeit im Alter tun? Welche Rolle spielen Technologien in diesem Prozess? Diese Fragen stellten sich die Kooperationspartner, deren Antwort nicht in einer Idee, sondern einer Vielzahl von Ideen, gebündelt in einem Haus, liegt.

Forschungsprojekt „LebensPhasenHaus“ wurde vorgestellt
Präsentation des Tübinger Lebensphasenhauses: (von links) Jens Steinmetz und Antje Fleischer (Stadtwerke), Daniel Buhr, Uni Tübingen), Wolfgang Epp (IHK-Hauptgeschäftsführer), Gerhard Eschweiler (Uni Tübingen), Andreas Marg (Sozialministerium) und Udo Weimar (Uni Tübingen). Bild: Zibulla

IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Wolfgang Epp nannte das Haus einen „Meilenstein für die Region und die Entwicklung technischer Assistenzsysteme.“

Im Frühjahr 2015 soll das Haus fertig sein

Von außen unterscheidet sich das Haus vor allem durch das in großen Lettern geschriebene Wort „LebensPhasenHaus“ auf der Holzverkleidung. Im Innern ist es noch ein Rohbau. Der Standort Rosenau 9, unweit der Morgenstelle 3 neben dem Restaurant Rosenau, wurde bewusst gewählt. Das Haus ist von viel Grün umgeben. Die Fertigstellung plant man im Frühjahr 2015.

Es soll geklärt werden, wie durch den Einsatz technischer Hilfsmittel, etwa Internettelefonie über den Bildschirm, Probleme wie Einsamkeit im Alter behoben werden können. Sicherheitsstandards sollen gesetzt werden, beispielsweise durch den Einsatz einer sogenannten „Intercom“-Sprechanlage. Diese +funktioniert in der Regel über eine Kamera an der Haustür, deren Bild ins Innere, auf Tablets oder an eine externe Zentrale übertragen werden kann. So kann sichergestellt werden, dass es sich bei einem Besucher auch wirklich nur um den Paketboten handelt. Physische Hilfen wie ein Treppenlift sollen auch zur Verfügung stehen.

Das „LebensPhasenHaus“ soll als Plattform und Treffpunkt dienen. Die Ideen werden dabei von allen Parteien eingebracht und entwickelt. Seniorenräte, Universität, IHK und gewerbliche Wirtschaft wollen eng zusammenarbeiten, um realistische Lösungen für bestehende Probleme zu finden.

Errichtet wurde das Haus von der SchwörerHaus KG aus Hohenstein. Diese bietet für ihre Häuser bereits barrierefreie Ausstattungen an, um auf den demografischen Wandel zu reagieren. Die Glasfaseranbindung kommt von TüNet, der Kommunikationssparte der Stadtwerke Tübingen. Ein Smart-Home-System stammt von der Firma Somfy aus Rottenburg. Damit kann die Haustechnik wie Sonnenschutz oder Beleuchtung internetbasiert gesteuert werden. Es ermöglicht auch den Zugriff über Laptop oder Smartphone. Weitere Beteiligte sind Garten-Moser aus Reutlingen, Kemmlit aus Dußlingen sowie das Lokale Bündnis für Menschen mit Demenz. Dieser Zusammenschluss vereint verschiedene Pflegedienste, Vereine und Beratungsstellen, darunter Kreis- und Stadtseniorenrat Tübingen, den DRK-Kreisverband Tübingen und viele mehr.

Es ist nicht geplant, dass das Haus permanent bewohnt wird. Dafür ist es zu sehr auf Demonstrationszwecke ausgelegt. Allerdings soll es für Forschungszwecke ab Fertigstellung zeitweise bewohnt werden. Die genaue Zahl der Bewohner hängt vom jeweiligen Forschungsprojekt ab.

Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf etwa 600.000 Euro, zusätzlich zu den durch Firmen eingebrachten Naturalien und dem ehrenamtlichem Engagement.


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