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Wasser marsch! Vom Kulturschock Zelle bis zum franz. K

Forum Reutlingen feiert die „Kulturmeile an der Echaz“

Im Mai eröffnete das Forum Reutlingen seine Veranstaltungsreihe „Wasser in der Stadt“ und hatte dabei stets die Echaz im Blick. Am Samstag lädt die Initiative auf die „Kulturmeile“ von der Zelle bis zum franz. K – immer der Echaz entlang.

13.09.2012
  • Bernd Ulrich Steinhilber

Reutlingen. „Wir haben lange auf diesen Tag hingefiebert“, verriet Forums-Sprecherin Martina Kaplan gestern bei einem Pressegespräch. Zwar soll das Event am Samstag die Veranstaltungsserie „Wasser in der Stadt“ noch nicht abschließen, aber als Höhepunkt die Reihe krönen. Die „Echaz als Kulturmeile“ – gehört hat man das auch schon einmal im Zusammenhang mit der von ECE geplanten Einkaufsmall an der Hauptpost.

Richtig konkret wird es aber erst am kommenden Samstag, wenn das Forum auf den Corso zwischen Kulturschock Zelle und dem soziokulturellen Zentrum franz. K einlädt – gerade das Forum, das aus dem erfolgreichen Abwehrkampf gegen ECE hervorgegangen ist.

Beim Pressegespräch am Gerbersteghäusle vor der gestern zugigen Echaz stellten seine Protagonisten Kaplan, Anette Sommer, Karin Zäh und Ulrich Franz ein anspruchsvolles Programm vor. An 14 von „überdimensionalen roten Ballons“ markierten Stationen will das Forum zeigen, dass das einst von 21 Mühlen bewehrte Flüsschen zwar nicht mehr als „wirtschaftliches Rückgrat“ dient, wohl aber als „Kulturmeile am Wasser geradezu ein Alleinstellungsmerkmal“ darstellt.

Das Programm entlang der Fließrichtung:

Mit „Mixed Music und special Effects“ geht Kulturschock Zelle um 21 Uhr an den Start. Schon von 10 Uhr bis 18 Uhr präsentiert Danuta Karsten im Dominohaus Am Echazufer Papierinstallationen. Das Dominohaus ist um 11 Uhr und 13 Uhr auch Ort einer Tanzperformance von Oktavia Zoe Vöhringer.

Von 11 Uhr bis 18 Uhr ist Betrieb im Wendler-Areal gegenüber – unter anderem mit Weinhock und offenen Türen. Kulturamtsleiter Werner Ströbele spricht um 15 Uhr über die „Echaz – das industrielle Rückgrat der Stadt“, um 16.30 Uhr Stefan Beuter über „Kunst am Bau“. In der Echazstraße 6 laden Künstler zur Besichtigung ihrer Ateliers. „Wasserwunder“ nennt sich eine Performance mehrerer Künstler zwischen Lindachbrücke und Wegstscher Sägemühle, wo schon am Freitag, 18 Uhr, zur Vernissage eingeladen wird. Die Mühle selbst kann am Samstag zwischen 11 Uhr und 15 Uhr besichtigt werden.

Von 9 Uhr bis 10 Uhr lädt die Volkshochschule zu einer mit „Nia und Wasser“ bezeichneten Mitmachchoreografie ins Foyer. „Anti-Aging mit Wasser“ (11.30 Uhr), „Dehnen des Wassermeridians“ (14 Uhr) und der Anti-Falten-Wasser-Punkt“ (15 Uhr) sind in der Vhs Themen der Ärztin Susanne Bihlmaier.

Das Kunstmuseum Spendhaus bietet um 12 Uhr eine Führung durch die aktuelle Austellung an, die Stadtbibliothek zeigt die Medienausstellung „Ohne Wasser läuft nichts“ (10 bis 13 Uhr). Geöffnet haben bis 18 Uhr in der Eberhardstraße der Kunstverein (mit Künstlergespräch um 14.30 Uhr), die Stiftung für Konkrete Kunst (ab 13 Uhr) sowie das Industriemagazin (14 bis 17 Uhr). Die Stadthallen-Projekt-Gruppe informiert in einer Bilderausstellung über das Gerbersteghäusle am ZOB.

Dort ist auch das Forum mit einem Info-Stand vertreten und preist neben den neuen „Echaz-Cocktails“ von Thomas Döhler und Timo Weihard, „Echaz-Forellen“ und „fantastischen Espresso“ an. Von 12 bis 14 Uhr trommelt Safnama afrikanische Rhythmen. Danach ist Madaus und Band zu hören. „Echaz-Cocktails“ serviert auch das soziokulturelle Zentrum franz. K (18 bis 20 Uhr) Unter den Linden und stellt dazu seine Ideen zur „Echaz-Kulturmeile“ und zur „City Nord“ vor. Um 20.30 Uhr spielt die Alin Coen-Band und Naima Husseini. Am unteren Ende der Reutlinger „Kulturmeile“ heißt es dann ab 23 Uhr „franz tanz!t“

Am Dienstag, 16. Oktober, schließt das Forum die Reihe „Wasser in der Stadt“ ab. Stadtführer Sven Föll und Marina Kaplan werden ausgehend von der historischen und künftigen Bedeutung der Echaz ihre Erkenntnisse zusammenfassen.

Forum Reutlingen feiert die „Kulturmeile an der Echaz“

Das Forum ist ein gemeinnütziger Zusammenschluss von Bürgern, die sich für die Stadt engagieren und sie „lebendig und zukunftsorientiert entwickeln“ wollen. Mit dem Spiel „Quo vadis?!“ sammelte das Forum einen Fundus an Ideen und kreierte damit 95 Thesen zur Stadtentwicklung. Daraus ergaben sich die Ausstellung „An der Echaz. Mit der Echaz“, Führungen durch Reutlingen als Brunnenstadt und Vorträge über die städtebauliche Bedeutung von Wasser. Das Forum vernetzt sich themenspezifisch mit den unterschiedlichsten Institutionen und Gruppen. Das war insbesondere der Fall, als es darum ging, die Ansiedlung von ECE auf dem Postareal zu verhindern.

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13.09.2012, 12:00 Uhr

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