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Ulm

Frau angefahren: Anklage wegen versuchten Mordes

Die Staatsanwaltschaft Ulm hat einen Autofahrer wegen versuchten Mordes angeklagt, weil er eine Frau schwer verletzt und dann Unfallflucht begangen haben soll.

08.03.2018

Von dpa/lsw

Eine Statue der Göttin Justitia vor dem Gerichtsgebäude in Ulm. Foto: Stefan Puchner/Archiv dpa/lsw

Ulm. Der 45-Jährige habe den möglichen Tod der Rollerfahrerin in Kauf genommen, um unerkannt entkommen zu können, teilte die Anklagebehörde am Donnerstag mit. Ihm werde das «Mordmerkmal der Verdeckungsabsicht zur Last gelegt».

Laut Staatsanwaltschaft war der Mann am 7. Oktober 2017 abends zu schnell auf der Bundesstraße 28 in Richtung Blaubeuren unterwegs und in einer Kurve auf den Linksabbiegestreifen des Gegenverkehrs geraten. Dabei habe er die dort stehende Rollerfahrerin mit dem Wagen erfasst und erheblich verletzt. Statt pflichtgemäß anzuhalten und für medizinische Hilfe zu sorgen, sei er weitergefahren. Die Frau überlebte mit zahlreichen Prellungen und einer Fraktur an der Hand.

Der Beschuldigte habe zwar seine Beteiligung an dem Unfall eingeräumt, bestreite die Vorwürfe gegen ihn jedoch weitgehend. So wolle er nicht erkannt haben, dass er einen Menschen überfahren habe. Ob und wann es zu einem Prozess vor dem Landgericht Ulm kommt, stand zunächst noch nicht fest.

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Erstellt:
8. März 2018, 22:58 Uhr
Aktualisiert:
8. März 2018, 15:40 Uhr
zuletzt aktualisiert: 8. März 2018, 15:40 Uhr

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