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Mut machendes Film-Beispiel

Frauenhilfe und Soroptimistinnen veranstalten mit Subiaco-Kino einen Filmabend

Der Film „Shortcut to Justice“ gibt ein Beispiel ab für „Frauen gegen Gewalt“. Am Samstag, 23. Oktober, wird er auf Initiative der Frauenhilfe in Kooperation mit den Soroptimistinnen Freudenstadt im Subiaco Kino gezeigt – gefolgt von einem Filmgespräch und Diskussion.

15.10.2010

Von MONIKA SCHWARZ

Freudenstadt. Zusätzlich zum Film möchte die Frauenhilfe den Abend dazu nutzen, die eigene Arbeit bekannter zu machen.

„Shortcut to Justice? wurde ausgewählt, weil die Problematik im Film gut zu den Themen passt, mit denen die Frauenhilfe sich ständig befasst, sagt Susanne Brückner, Vorstandsmitglied der Freudenstädter Frauenhilfe und gleichzeitig Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Ludwigsburg.

Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte der couragierten „Frauen der Gerechtigkeit? aus Vadodara, einer Millionenstadt in Indien nahe der pakistanischen Grenze. Die Frauen wehren sich dort auf eigene Faust gegen Unrecht und Gewalt, weil Polizei und Justiz trotz der Gesetze oft untätig zur Seite schauen. Auf einem staubigen Platz am Rande eines Armenviertels haben sie ein eigenes Gericht gegründet, wo sie sich jede Woche versammeln und Recht sprechen. Kreativ und schlagfertig werden prügelnde Ehemänner und zänkische Schwiegermütter in die Schranken gewiesen. Und wenn nötig ziehen die Frauen schon auch los, um Streitigkeiten und Ungerechtigkeiten direkt vor Ort zu klären.

Zwei Mal ? um 17 und um 20 Uhr ? wird der 41-minütige Film an diesem Abend gezeigt. Von der Frauenhilfe gibt es eine kurze Einführung, im Anschluss folgt ein Filmgespräch mit Diskussion.

Anwesend wrden auch die beiden Regisseure Sybille Fezer und Daniel Burkholz sein. Fezer arbeitete früher einige Jahre als Journalistin und ist seit 2001 in leitender Position bei der Frauen- und Menschenrechtsorganisation „medica mondiale? tätig.

Daniel Burkholz ist Jurist und hat seine Anwaltstätigkeit zugunsten seiner Filmleidenschaft aufgegeben. Er dreht und produziert Dokumentarfilme in der eigenen Filmfirma. Durch das Zusammenspiel beider Regisseure gelang es, die Situation in Indien eindringlich zu beschreiben und eine große Nähe zu den Protagonistinnen herzustellen.

Da im Film selbst überhaupt nichts kommentiert wird, wirft das Geschehen am Ende Fragen auf, so Birgit Hermann von der Frauenhilfe. Was ihr und auch Susanne Brückner am Film gut gefällt, sind die Eindrücke vom Mut und Stolz, mit dem Frauen ihr Schicksal in die Hand nehmen. Deshalb eigne sich der Film auch für die Schulpädagogik und sollte dort künftig auch gezeigt werden. „Es ist alles möglich, ich kann etwas tun? lautet die positive Botschaft, die den Schülern dabei vermittelt wird.

Mit dabei ist an diesem Abend auch der Freudenstädter Weltladen, der Getränke und Waren aus fairem Handel bereit hält. Die Soroptimistinnen werden ihr Schulprojekt im Dorf Sangise vorstellen. Es soll den Mädchen dort einen Schulabschluss ermöglichen. Die Frauenvereinigung wird auch indische Spezialitäten offerieren. Ebenfalls geplant ist in dieser Gegend von Indien übrigens ein Frauenhaus ? im Landkreis Freudenstadt wartet man darauf bislang noch vergeblich.

Gerhard Braun vom Subiaco-Kino sowie Birgit Hermann und Susanne Brückner (von links) von der Frauenhilfe sind schon gespannt auf die Reaktionen, die „Shortcut to Justice“ bei den Zuschauern hervorrufen wird. Bild: mos

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Erstellt:
15. Oktober 2010, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
15. Oktober 2010, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 15. Oktober 2010, 12:00 Uhr

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