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23.11.2014
  • dhe

Ihr Existenzkampf verschärft sich ins schier Unerträgliche, als sie ihren Fabrikjob verliert. Sie wird zur Malocherin auf eigenes Risiko, deren einziges Kapital der eigene Körper ist.

Das mehrfach ausgezeichnete Debüt des türkischen Regisseurs Erdem Tepegoz läuft im Schwerpunkt „Frauen in prekären Arbeitsverhältnissen“ beim Filmfest „Frauenwelten“. Stilistisch setzt Tepegoz auf einen harten Realismus, in dem Zartheit oder Schönheit nur in den Gesichtern der Menschen zu finden sind. Arbeitsstätten, Straßen, Läden und Wohnungen scheinen in einem ärmlichen Funktionalismus erstarrt.

Der Film stellt Vorurteile über angeblich so traditionelle türkische Geschlechterverhältnisse infrage: Zeynep ist eine Frau, die sich ohne Mann durchschlägt und in einem Frauen-Haushalt lebt. Außer den erwartbaren Machos gibt es ihren solidarischen Bruder Remzi.

Zeynep lebt in einer Gesellschaft, die sich aufgespalten hat in Jäger und Gejagte. Die Welt erscheint als lärmender Sweatshop, der den einzelnen so vollständig aufgesogen hat, als wäre er Teil einer unbarmherzigen Maschinerie (heute, 18 Uhr, Museum).

„Frauenwelten“: Die Malocherin von „Zerre“

Istanbul von unten

Istanbul ist abgerockt: Die Kamera zeigt dem Verfall preisgegebene Gassen in ausgewaschenen, dämmerigen Farben. In einem der Abbruchhäuser lebt Zeynep (Jale Arikan) mit ihrer kranken Tochter und ihrer alten Mutter, für die sie allein sorgen muss. Zeynep ist immer in Bewegung, aber eher als Getriebene denn aus freien Stücken. Nach ihrer Schicht in einem lärmenden Sweatshop läuft sie durch die Stadt und versucht, als Straßenhändlerin noch ein bisschen Geld zu machen.

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23.11.2014, 12:00 Uhr

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