Die Stadt als reizvolle Destination festigen

Freie Wähler Vereinigung Freudenstadt hat Kandidaten für Wahlbezirk 1 und Stadt nominiert / Keine

Die Freie Wähler Vereinigung Freudenstadt hat ihre Kandidaten für den Wahlbezirk 1 (Freudenstadt, Seewald und Bad Rippoldsau-Schapbach) nominiert. Trotz des breiten Spektrums an Kandidaten: Für die Kreistagliste hat sich keine einzige Frau gefunden.

29.01.2014

Von Monika Schwarz

Kreis Freudenstadt. Da half alles Werben und auch die Aussicht auf Listenplatz 1 bei der Kreistagswahl nicht. Den hätte eine weibliche Kandidatin nämlich bekommen. Bei den Freien Wählern im Wahlbezirk 1 bleiben die Männer im Kreistag auch künftig unter sich.

Anders im Stadtrat. Da fanden sich erfreulicherweise auch ein paar weibliche Kandidatinnen. Auf eine Frau muss das Gremium künftig aber verzichten: Stadträtin Kerstin Forster steht für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung. Die studierte Juristin und Richterin hat derzeit drei kleine Kinder. Zwei wurden während der zurückliegenden Gemeinderatsperiode geboren. Sie will sich deshalb verständlicherweise wieder stärker der Familie widmen.

Man hoffe aber, so ihr Ratskollege Hermann John, dass sie in fünf Jahren vielleicht wieder zur Verfügung steht. Alle anderen Freien Wähler im Stadtrat treten wieder an. Bevor sich die Kandidaten für die Gremien kurz vorstellten, betonte FWV-Vorsitzender Andreas Zukschwerdt die politische Hauptzielsetzung, nämlich die Stadt voranzubringen. Damit diese weiterhin eine „reizvolle Destination im Schwarzwald? bleibe. Stadt- und Kreisrat Hermann John gab Einblicke in die Gremiumsarbeit. „Leider ist es so: Das Geld bestimmt zunächst unser Handeln.?

Die Freien Wähler würden zu Unrecht oftmals als Blockierer und Verweigerer, als unsozial und konservativ hingestellt, bedauerte John. Dabei seien sie die Einzigen, die keiner Partei verpflichtet sind, sondern nur „unseren Bürgern, unserem Gewissen und der Stadt bzw. dem Landkreis?.

John lobte den aktuellen Frauenanteil in der Gemeinderatsfraktion. Mit 42 Prozent der Spitzenwert von allen Fraktionen. Den wolle man halten und bestenfalls sogar erhöhen. Gesamtziel müsse aber sein, die Sitzzahl der Freien Wähler in den Gremien insgesamt zu erhöhen.

Die Fraktionsarbeit im Gemeinderat sei stets von persönlichem Respekt, Teamgeist, Harmonie und auch Humor geprägt. Man freue sich auf die Sitzungen. Besonderes Lob erntete der Fraktionsvorsitzende Wolfgang Tzschupke, der mit Abstand die meiste Arbeit erledige. Mit Blick in die Zukunft sprach John von Aufgaben und Entscheidungen, die auch Mut abverlangten. Er warnte vor „nice to have?-Schnellschüssen. Auch dann, wenn Zuschüsse lockten.

Bezogen auf die Kreistagsarbeit bedauerte John das Fehlen weiblicher Kandidatinnen. Aussagen von Vertreterinnen der Frauenliste wie „die großen Fraktionen mit lauter Bürgermeistern wollen keine Frauen? oder „die setzen Frauen sowieso auf letzte Listenplätze? machten das Ganze nicht gerade leichter. Dass man erstmals einen Kandidaten in Bad Rippoldsau gefunden hat, sei hingegen erfreulich.

Um sich im Wahlkamopf optimal zu präsentieren ? mit Wahlprogramm und Internetauftritt- wurde auch die Homepage der Freien Wähler unter www.freie-waehler-fds.de von Thomas Trautmann alias Tom Texter auf den neuesten Stand gebracht.

Die Wahlprospekte werden nach den Kandidaten-Fotoaufnahmen am 16. März fertiggestellt.

Die FWV-Kandidaten für den Freudenstädter Gemeinderat: Recht zahlreich vertreten, und darunter wieder etliche weibliche Bewerberinnen. Bilder: mos

Die FWV-Kandidaten für den Kreistag im Wahlbezirk 1. Eine reine Männerriege bewirbt sich um Wählerstimmen.

Bei den von Erich Zanocco unterhaltsam und zügig absolvierten Nominierungswahlen wurden folgende Personen nominiert. Der Listenplatz ist angegeben, Alter und Beruf (nur bei den Kreistagskandidaten) in Klammer.
Kreistag: 1. Gerhard Müller (51, Bürgermeister Seewald-Besenfeld) 2. Hermann John (54, Bankkaufmann FDS) 3. Franz Günter (53, Dipl-Ing. Nachrichtentechnik Bad-Rippoldsau) 4. Daniel Armbruster (29, Dipl.-Ing. FDS) 5. Klaus Detlef Brückner (57, Freier Architekt FDS) 6. Reinhard Donder (61, Rechtsanwalt FDS) 7. Armin Neubert (50, Industriekaufmann FDS) 8. Gerhard Seeger-Armbruster (63, Landwirtschaftsmeister FDS) 9. Friedrich Volpp (63, Rentner, FDS) 10. Stefan Wirth (48, Steuerberater FDS) 11. Friedrich Wolf (63, Elektromeister FDS) 12. Andreas Zuckschwerdt (49 Bankkaufmann FDS) 13. Thomas Nägele (51, Kraftverkehrsmeister Seewald-Besenfeld). Für den Gemeinderat kandidieren: In der Kernstadt: 1. Beate Gaiser 2. Hermann John 3. Beate Gernsheimer 4. Friedrich Volpp 5. Heike Mewtz 6. Reinhard Donder 7. Sabine Moersch 8. Michael Kaltenbach 9. Marlies Völker 10. Robert Kurz jr. 11. Michael Moersch 12. Tito Potocnjak 13. Martin Schwarz 14. G. Singh 15. Andreas Zukschwerdt. Im Stadtteil Dietersweiler: 1. Friedrich Wolf 2. Markus Möhrle 3. Christian Nübel 4. Frieder Schuler. In Wittlensweiler: 1. Wolfgang Tzschupke 2. Karin Schwenk 3. Rainer Dölker 4. Gustav Keinath. In Musbach: 1. Sven Züfle. Auf dem Kniebis: 1. Helmut Klaissle 2. Daniel Armbruster. Für den Ortschaftsrat in Wittlensweiler: 1. Gerhard Barth 2. Rainer Dölker 3. Klaus Haizmann 4. Gustav Keinath 5. Uwe Masuch 6. Philipp Mönch 7. Thomas Schmid.

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Erstellt:
29. Januar 2014, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
29. Januar 2014, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 29. Januar 2014, 12:00 Uhr

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