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Atemgerät defekt

Freispruch für ehemaligen KBF-Fahrer

Ein technischer Defekt führte am 7. Februar 2012 zum Tod eines 29-jährigen Pfullinger Rollstuhlfahrers. Der damals 19-jährige KBF-Fahrer, mit dem der Mann unterwegs war, ist am Freitag vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen worden.

17.10.2014
  • dhe

Reutlingen. Der ehemalige Fahrer der Körperbehindertenförderung Neckar-Alb (KBF) ist nicht verantwortlich für diesen Tod bei einer Routinefahrt. „Der Mann starb durch ein technisches Versagen“, sagte Richter Sierk Hamann im Amtsgericht Reutlingen.

Warum sich der Beatmungsschlauch des Mannes löste, durch Erschütterungen bei der Fahrt, durch Materialveränderungen wegen der kalten Witterung oder weil er nicht korrekt aufgesteckt war, das lasse sich nicht mehr klären. Staatsanwältin Henriette Unsöld und Verteidiger Norbert Herrmann hatten ebenfalls auf Freispruch plädiert.

Dass der Angeklagte in Panik geriet, sei verständlich, sagte der Richter. „Er hatte keine medizinische Notfall-Ausbildung. Deshalb hätte er damals nicht besser reagieren können.“ Als das Atemschutzgerät Alarm auslöste, hätte der Angeklagte handeln müssen. Es sei jedoch fraglich, ob er den Mann hätte retten können. Laut Gerichtsmedizinerin Dr. Adina Schweickhardt setzten bereits nach 30 Sekunden ohne Sauerstoffzufuhr irreversible Schädigungen ein.

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17.10.2014, 12:00 Uhr

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