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Prozess

Freundin getötet: Acht Jahre Haft

Streit mit Verlobter artete in Prügel mit Fäusten aus. Der angeklagte 33-Jährige zeigt im Prozess Reue.

26.10.2016

Von LSW

Karlsruhe. Zu acht Jahren Haft hat das Landgerichts Karlsruhe einen 33-jährigen Mann verurteilt, der seine 22-jährige Verlobte totgeschlagen hat. Die Richter rückten vom ursprünglichen Vorwurf des Totschlags ab, sie hielten ihm zugute, dass er den Tod seiner Verlobten nicht gewollt hatte. Er war während eines Streits mit Fäusten auf sie losgegangen, einer der Schläge war letztlich tödlich: Die Frau verblutete innerlich an einem Leberriss.

Zugunsten des Angeklagten habe auch dessen glaubhafte Reue gesprochen, wie die Richter sagten. „Seine Worte waren bewegend und authentisch.“ So etwas erlebe man selten im Gerichtssaal. Eine Persönlichkeitsstörung und verminderte Schuldfähigkeit hatte ein Gutachter zuvor ausgeschlossen.

Der Mann hatte die Eltern der Frau schon zum Auftakt des letzten Verhandlungstages um Verzeihung gebeten. „Ich würde mein Leben geben, wenn ich sie wieder zurückholen könnte“, sagte er. Außerdem hatte er die Tat im Wesentlichen gestanden und sich umfänglich geäußert.

Dem Mann hatte seine Verlobte im April im gemeinsamen Haus in Engelsbrand (Enzkreis) massiv mit den Fäusten misshandelt. Als er bemerkte, dass sie starb, hatte er vergeblich versucht, sie wiederzubeleben. Danach versuchte er mehrfach, sich umzubringen.

Vier Tage harrte der Mann in dem Haus aus. Die Polizei fand ihn schließlich schwer verletzt neben der mit Blutergüssen übersäten Leiche. dpa

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Erstellt:
26. Oktober 2016, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
26. Oktober 2016, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 26. Oktober 2016, 06:00 Uhr

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