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American Music Awards ehren Opfer von Paris - Gefeiert wird trotzdem

„Frieden ist möglich“

Normalerweise präsentieren sich die American Music Awards als fröhliche Party. Aber nach dem Terror in Paris kehren selbst hier ernste Töne ein. Gefeiert wurde trotzdem - etwa bei „One Direction“.

24.11.2015
  • CHRISTINA HORSTEN, DPA

Eiffelturm, Louvre, Straßen in Paris, Bilder von trauernden Menschen, Kerzen und Friedenszeichen flackern über die Bildschirme, als Celine Dion die Bühne der American Music Awards betritt. Im schwarzen Kleid singt die Kanadierin mit ihrer kraftvollen Stimme „Hymne à L Amour“, Edith Piafs Hommage an Liebe und Verlust.

Viele Stars im Publikum der Gala in Los Angeles (Kalifornien) haben bei dem Auftritt Tränen in den Augen. Stehender Applaus.

Die American Music Awards präsentieren sich normalerweise als gut gelaunte Riesenparty, aber die Wucht der Anschläge von Paris mit mindestens 130 Toten lässt auch hier ernste Töne einkehren. Er habe selbst in diesem Jahr schon mit seiner Band 30 Seconds to Mars im „Bataclan“ gespielt, jenem Club, der nun zum Schauplatz des Terrors wurde, erzählt Schauspieler Jared Leto (43) ganz in Schwarz gekleidet auf der Bühne. Auch Kollegen und Freunde von ihm seien während des Anschlags in dem Club gewesen, einer habe es nicht geschafft. Die Welt werde „für immer eine Narbe von dieser sinnlosen Tragödie mit sich tragen.“ Die Show solle eine Ehrung für die Opfer sein, sagt Leto. Er schließt mit einer versöhnlichen Note: „Frieden ist möglich.“

Denn so ganz wollen sich die Stars die Stimmung bei den 43. American Music Awards dann doch nicht verderben lassen. Auch als Zeichen gegen den Terrorismus: Die Show muss schließlich weitergehen. „Es passiert so viel Negatives da draußen, da liegt es an uns, positiv zu sein“, sagt DJ Skrillex (27) - und viele folgen seinem Rat.

Wie die Sängerin Ariana Grande (22), die vor Freude über ihre Auszeichnung als beliebteste Pop/Rock-Künstlerin über das ganze Gesicht strahlt - genau wie ihre Oma, die sie zur Gala mitgebracht hat. Oder US-Künstlerin Meghan Trainor (21) und Sänger Charlie Puth (23), die sich während eines gemeinsamen Songs auf der Bühne leidenschaftlich küssen.

Die vier Jungs von der englisch-irischen Band One Direction haben bei den American Music Awards, bei denen die Fans im Internet über die Gewinner abstimmen, inzwischen sowieso ein Dauerstrahlen im Gesicht: Zum zweiten Mal in Folge gewinnen sie in der Königskategorie „Künstler des Jahres“. Zudem werden sie zum dritten Mal in Folge beliebteste Pop-Band des Jahres. Zwei Preise gibt es auch für den kanadischen R&B-Musiker The Weeknd und für die Rapperin Nicki Minaj (32) aus Trinidad und Tobago. Einen mehr bekommt nur US-Popstar Taylor Swift (25) - und lässt sich trotzdem nicht blicken.

Aber auch das kann Moderatorin Jennifer Lopez (46) - die im gewagten Kleid auftrat - die Stimmung nicht vermiesen. Für sie ist es ein besonderer Tag. „Als Kind in der Bronx habe ich jedes Jahr die American Music Awards geschaut, ich habe sie nie ausgelassen. Die Show hat mich inspiriert, und ich habe mir immer gewünscht, einmal hier auf der Bühne stehen zu dürfen. Hier bin ich - mein Traum wurde wahr.“

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24.11.2015, 08:30 Uhr | geändert: 24.11.2015, 06:01 Uhr

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