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Fritz Lang

Fritz Lang

Der Mix aus Dokumentar- und Spielfilm erzählt die Vorgeschichte des Filmklassikers „M“.

Fritz Lang

Deutschland 2016

Regie: Gordian Maugg
Mit: Heino Ferch, Thomas Thieme, Samuel Finzi

104 Min. - ab 12 Jahren

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01.03.2016
  • Klaus-Peter Eichele

Der deutsche, später amerikanische Regisseur Fritz Lang hat viele großartige Filme gedreht, die mit Abstand bekanntesten sind „Metropolis“ (1927) und „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ (1931). Der Film von Gordian Maugg spielt in der Zeit dazwischen. Anfang der 1930-er Jahre fühlt sich der notorische Dandy ausgebrannt, er findet keinen Stoff für seinen ersten Tonfilm, lässt seinen Frust an den Huren auf dem Berliner Straßenstrich aus. Da fällt ihm ein Zeitungsartikel über einen Serienkiller, der Düsseldorf in Angst und Schrecken versetzt, in die Hände. Elektrisiert steigt Lang in den Zug, um sich vor Ort ein Bild zu machen.

Auf seinen Streifzügen durch die Stadt und zu den Tatorten, auf denen er ständig dem Polizeiermittler Gennat (Thomas Thieme) begegnet, setzt sich in Langs Kopf die Geschichte von „M“ quasi von selbst zusammen. Doch der neu erwachte Ehrgeiz des Regie-Stars geht über einen Thriller hinaus. Er will erkunden, was tief im Inneren eines Mörders vorgeht, und das auch aus einem persönlichen Grund: Zehn Jahre zuvor hat Lang, so suggeriert es jedenfalls der Film, im Affekt seine Ehefrau umgebracht – wofür es in Wirklichkeit freilich ebenso wenig einen Beleg gibt wie für die Reise nach Düsseldorf.

Die Melange aus Fakten und Fiktion erscheint jedoch legitim, weil es Gordian Maugg erkennbar nicht um eine Biografie im engen Sinn geht, sondern um eine frei assoziierende Analyse des künstlerischen Prozesses. Die gelingt dem Regisseur trotz eines gewissen Hangs zur Küchenpsychologie ansprechend. Sehenswert macht den Film aber vor allem seine Bildsprache: ein phasenweise furios montierter Mix aus im Lang-Stil inszenierten Spielszenen, historischen Wochenschau-, Reklame- und Sexfilmen – und natürlich jede Menge Schnipsel aus „M“.

Öffnet einen originellen Zugang zur Filmgeschichte. Das schreit doch nach „M“ im Kino.

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01.03.2016, 02:11 Uhr

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