Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Silvester

Fröhlich feiern unter Polizeischutz

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen haben Millionen Menschen weltweit das neue Jahr begrüßt. In Berlin feierten Hunderttausende am Brandenburger Tor. In Köln kontrollierte die Polizei hunderte Migranten.

02.01.2017
  • DPA

Berlin. Nach den massiven sexuellen Übergriffen vor einem Jahr scheint der Jahreswechsel in Köln dank eines Großaufgebots der Polizei deutlich friedlicher verlaufen zu sein. Allein in der Kölner Innenstadt waren rund 1500 Polizisten eingesetzt.

Am Kölner Hauptbahnhof setzten Polizisten mehrere hundert verdächtige Männer fest, vornehmlich nordafrikanischer Herkunft. Weitere 300 Personen wurden auf der anderen Rheinseite am Bahnhof Köln-Deutz aus einem Zug geholt und überprüft. Auch in Dortmund, Düsseldorf, Essen und Münster beobachtete die Polizei Gruppen nordafrikanischer Männer. Dabei sei von mehreren Hundert die Identität festgestellt worden, teilte die Landespolizei in Duisburg mit.

Hunderttausende feierten in Berlin auf der größten Silvesterparty Deutschlands vor dem Brandenburger Tor – bei größtenteils ausgelassener Stimmung. Junge Besucher tanzten zu 90er-Jahre-Hits von DJ Bobo und den Venga Boys. Trotz des Terroranschlags vor zwei Wochen waren viele Besucher aus der ganzen Welt gekommen. Ob es eine Option gewesen sei, nicht zur Party zu gehen? „Auf keinen Fall. Wir lassen uns das doch nicht vermiesen“, sagten zwei Berlinerinnen mit Party-Brillen auf der Nase.

Doch nicht für alle war es eine fröhliche Party. Es habe vereinzelt Festnahmen wegen Rangeleien gegeben, berichtet die Polizei. Außerdem seien drei Fälle von sexueller Belästigung gemeldet worden.

An der Oberbaumbrücke in Berlin-Kreuzberg verlor eine 30-jährige Frau die Kontrolle über ihr Auto und fuhr in eine Menschenmenge. Bei der Fahrerin sei Alkohol in der Atemluft festgestellt worden, teilte die Polizei mit. Nach Angaben der Feuerwehr wurden bei dem Unfall fünf Menschen leicht verletzt. Sie hatten auf einem Bordstein gesessen. Angesichts dieses glimpflichen Ausgangs könne man von einem „Silvesterwunder“ sprechen, so ein Feuerwehrmann.

„Verhaltenes Ereignis“

Die Menschen im Südwesten haben gut beschützt und weitgehend friedlich ins neue Jahr gefeiert. Ein Sprecher der Karlsruher Polizei fasste am Morgen zusammen: „Viele Brände durch verirrte Raketen und Scharmützel wegen zu viel Alkohols – insgesamt war dieses Silvester aber ein verhaltenes Ereignis.“

Eine verstärkte Präsenz der Polizei nach Übergriffen auf Frauen im vergangenen Jahr und dem Terroranschlag von Berlin hat auch in Baden-Württemberg für mehr Sicherheit gesorgt. Allein in Stuttgart waren nach Angaben des Innenministeriums 500 Beamte zusätzlich unterwegs. Auch in Karlsruhe, Freiburg, Mannheim und Konstanz waren die Einsatzkräfte verstärkt worden.

Wegen eisiger Temperaturen und dichten Nebels, der die Sicht auf das Feuerwerk im Südwesten vielerorts einschränkte, zählte die Polizei weniger Zuschauer des Feuerwerks auf öffentlichen Plätzen als erwartet. „Die Witterung hat so manchen dazu veranlasst, seine Raketen lieber vor dem eigenen Haus zu zünden“, sagte ein Sprecher der Heilbronner Polizei.

Auch im Ausland gab es häufig strenge Sicherheitsvorkehrungen – etwa in Paris. Mit einem Feuerwerk am Prachtboulevard Champs-Élysées feierten die Menschen dennoch ausgelassen das neue Jahr. Wegen der Terrorgefahr hatten die Behörden Zufahrten mit Betonblöcken oder Fahrzeugen versperrt.

Pünktlich zum Glockenschlag des Big Ben um Mitternacht begrüßten die Londoner das neue Jahr mit einem knapp zwölfminütigen Feuerwerk am Riesenrad London Eye an der Themse. Abgestimmt war das Spektakel auf Musik – unter anderem von Pop-Größen wie Prince, David Bowie und George Michael, die 2016 gestorben sind.

Am New Yorker Times Square feierten Zehntausende mit dem traditionellen „Balldrop“ den Beginn von 2017. Kurz vor Mitternacht setzte sich ein über fünf Tonnen schwerer Kristallball mit dreieinhalb Metern Durchmesser an einer Stange über dem Broadway in Bewegung und erstrahlte zum neuen Jahr. dpa

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

02.01.2017, 06:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball