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Frost, Glatteis und Schnee
Eine Frau sucht an einem Kiosk an der Unabhängigkeitsstraße in Istanbul Schutz. Foto: afp
Wetter

Frost, Glatteis und Schnee

Am Wochenende hat der Winter zugeschlagen. In Deutschland ging es glimpflicher ab als im Ausland. In Istanbul fielen 40 Zentimeter Schnee, in den Alpen herrscht Lawinengefahr.

09.01.2017
  • DPA

Berlin. Nicht einmal zwei Tage lang hat der Winter Deutschland im Griff gehabt, das aber heftig, vor allem im Norden und Westen. Es gab Frost, Blitzeis, Glätte, Schnee. Ein Autofahrer verunglückte in der Nähe von Hannover tödlich, Menschen verletzten sich bei Stürzen, Wasserrohre brachen. Heute steigt die Temperatur örtlich bis auf fünf Grad. Im Ausland herrscht hingegen Frost- und Schneechaos.

Das Tief „Axel“ zieht ab, nachdem es an der Ostseeküste Sturmschäden angerichtet und Deutschland zeitweise unter Schnee gesetzt hat. Am schlimmsten trafen Glätte, Blitzeis und Schnee die Autofahrer, allein in Nordrhein-Westfalen krachte es 1500mal, in Niedersachsen 630mal. Die meisten Glätteunfälle gingen mit Blechschaden aus.

Die Nacht auf Samstag war die bisher kälteste Nacht dieses Winters. Eine Station von Jörg Kachelmann in Marienberg-Kühnhaide (Sachsen) meldete minus 31,4 Grad, der Deutsche Wetterdienst (DWD) maß an seiner eigenen Messstation dort nur minus 17 Grad. Er maß die niedrigsten Temperaturen mit je minus 26 Grad in Reit im Winkl und Schorndorf.

Die Aussicht: Weitgehend soll sich die Temperatur zwischen minus und plus fünf Grad bewegen, teilte der DWD mit. In der Lausitz und im Südosten seien minus 20 Grad möglich, je nach Wolkendichte. Es regne oder schneie je nach Temperatur und Höhe. Von Mittwoch an werde es windig und an der Küste stürmisch.

Deutlich heftiger hat der Wintereinbruch mehrere andere Staaten getroffen.

Türkei: Die Temperatur ist am Freitag unter Null gestürzt, seit Samstag schneit es ohne Unterlass, in Istanbul bisher 40 Zentimeter. Der Bosporos wurde für den Schiffsverkehr gesperrt, als die Sicht unter 100 Meter betrug. Vom Flughafen Atatürk starteten stundenlang keine Inlandsflüge, auch Auslandsflüge wurden gestrichen. Insgesamt sind 600 Flüge ausgefallen.

Frankreich: Vier Portugiesen sind bei einem Busunfall ums Leben gekommen, der auf Glatteis zurückzuführen ist. In Straßburg fielen am Samstag 15 000 Heizungen aus, gestern waren immer noch 300 Haushalte ohne Heizung und Warmwasser.

Polen: Der Frost mit bis zu minus 25 Grad hat neun Menschen das Leben gekostet. Seit November sind dort 55 Menschen in der Kälte gestorben. 24 starben an Kohlenmonoxid, das aus Kohleöfen ausgetreten war.

Griechenland: Bis zu minus 17 Grad und ungewohnt starke Schneefälle haben Straßen unpassierbar gemacht und die Strom- und Wasserversorgung in vielen Ortschaften lahmgelegt. Zwei Menschen starben. Auf Kreta wurde Snowboard gefahren.

Russland: In Moskau wurde minus 28,5 Grad gemessen, in der Ortschaft Klin nordwestlich von Moskau minus 35,9 Grad.

Italien: Die Mitte und der Süden sind eingeschneit. Schnee, Eis und Kälte herrschen nicht nur in den eher bergigen Erdbebengebieten, sondern selbst an den Küsten, vor allem an der Adria.

Österreich und Schweiz: In weiten Teilen der Alpen herrschte am Wochenende erhebliche Lawinengefahr. Ein 28-jähriger Skifahrer wurde von einem Schneebrett in den Tod gerissen. Ein Deutscher überlebte einen Lawinenabgang. dpa

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09.01.2017, 06:00 Uhr

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