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Kulturphänomene (86)

Frühe Tondokumente

Hört man sich Reden an, die Kurt Schumacher kurz nach dem Krieg hielt oder Vorträge von Karl Kraus aus den 20er Jahren, macht man eine eigentümliche Erfahrung: Ein Singsang, ein An- und Abschwellen der Lautstärke, eine Modulation zwischen Hoch und Tief, ein Beschwören, Raunen, unterbrochen wieder von sachlicheren Passagen, kurz: ein dramatisches Konzert. Aber ein für heutige Ohren schlimmes Konzert. Ich präzisiere: Für meine Ohren. Aber der einzige, der das so hört, bin ich nicht.

06.08.2014
  • Peter Ertle

Ich erwische mich beim Gedanken: Hitlers bellende Reden können damals im Kontext aller gehaltenen Reden gar nicht so daneben geklungen haben wie heute. Bei Karl Kraus tut es besonders weh. Denn seine Texte sind groß. Auch sein Vortrag ist große Kunst. Und deswegen verstoße ich vermutlich gegen ein Sakrileg, es muss aber mal gesagt sein. Seine hochgerühmte Vortragskunst ist von heute aus gehört: s...

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