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Früherer VW-Aufsichtsratchef Piëch wird 80 Jahre alt
Ferdinand Piëch, ehemaliger Aufsichtsratsvorsitzender der Volkswagen AG. Foto: Andreas Gebert/Archiv dpa/lsw
Wolfsburg

Früherer VW-Aufsichtsratchef Piëch wird 80 Jahre alt

Der frühere VW-Chef und Aufsichtsratsvorsitzende Ferdinand Piëch wird am Ostermontag 80 Jahre alt.

14.04.2017
  • dpa/lsw

Wolfsburg. Piëch galt jahrzehntelang als die maßgebliche Figur beim inzwischen weltgrößten Autokonzern Volkswagen. Nach internen Machtkämpen trat Piëch 2015 als Aufsichtsratschef zurück. Das Verhältnis zwischen Piëch und der aktuellen Führungsspitze von VW gilt seitdem als zerrüttet. Vor kurzem verkaufte Piëch sein milliardenschweres Aktienpaket an der VW-Dachholding Porsche SE.

Zum Geburtstag aber würdigte VW die Verdienste des Auto-Managers. «Ferdinand Piëch hat das Automobil, unsere Industrie und den Volkswagen-Konzern in den vergangenen fünf Jahrzehnten maßgeblich geprägt», sagte ein VW-Sprecher. «Sein Lebenswerk ist gekennzeichnet von mutigem Unternehmertum und technologischer Innovationskraft. Volkswagen und der Automobilstandort Deutschland haben ihm viel zu verdanken.»

VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh sagte: «Ferdinand Piëch war als Vorstandsvorsitzender der richtige Mann zur richtigen Zeit.» Mit der Unterstützung der 4-Tage-Woche habe er sich große Verdienste um den Erhalt Zehntausender Arbeitsplätze erworben. «Kurz: Ferdinand Piëch hat sich große Verdienste um Volkswagen erworben. Das gilt auch, wenn ich mich manchmal über ihn ärgere.» Auch Niedersachsens Ministerpräsident und VW-Aufsichtsrat Stephan Weil kündigte an, Piëch zu dessen Geburtstag gratulieren zu wollen.

Piëch selbst meldete sich kurz vor seinem Ehrentag in einer seiner höchst seltenen öffentlichen Stellungnahmen zu Wort. Er richtete einen Appell an die VW-Mitarbeiter. «Bitte vergessen Sie die Kunden nicht, sie sind für die Existenz des Unternehmens am wichtigsten», sagte Piëch der Branchenzeitung «Automobilwoche».

Der frühere Porsche-Chef Wendelin Wiedeking nannte Piëch im «Handelsblatt» einen «begnadeten Auto- und Motorenentwickler, dessen Liebe zum Detail grenzenlos ist». Dies sei aber nicht immer wirtschaftlich gewesen. Wiedeking sagte außerdem, Piëch sei im direkten Umgang weniger stabil als die von ihm entwickelten Motoren und Fahrzeuge: «Eigenwillig in der Drehzahl, nicht immer spur- und zusagentreu. Abrupte Spurwechsel inbegriffen.» Wiedeking hatte 2009 seinen Chefposten bei Porsche auch auf Betreiben von Piëch aufgeben müssen. Grund waren massive Streitigkeiten beim Versuch von Porsche, VW komplett zu übernehmen.

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14.04.2017, 11:30 Uhr | geändert: 14.04.2017, 10:12 Uhr

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