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Glosse

Frühlings-Stimmung

Kaum hat man den letzten Schokonikolaus zur Mousse gemacht, ist es oberste Hausmenschenpflicht, „Frühlings-Stimmung in die eigenen vier Wände zu bringen“. Also erst mal: ausmisten. Für uns ist das dünnes Eis. Jegliche Versuche, systematisch Schränke zu entschlacken, sind bisher Frühjahr für Frühjahr gescheitert.

17.03.2018

Von GERLINDE BUCK

Autorenfoto Foto: Christian Käsmayr

Ulm. Lieblingssachen wurden in Kisten gepackt: kann weg, kann vielleicht weg, kann auf keinen Fall weg. Meistens konnte alles auf keinen Fall weg. Der Tipp, machen Sie ein Erinnerungsfoto, dann kann es vielleicht doch weg, funktionierte nur insofern, als dass wir jetzt besser fotografieren können.

Im Gegensatz zum Putzen. Da geht nichts voran. Andere sind nur schlecht in Mathe, wir sind außerdem Wischastheniker. Chronisch fensterlederintolerant. Wenn wir frühlingstechnisch überhaupt auf einen grünen Zweig kommen wollen, dann allenfalls in Deko-Hinsicht, mithilfe „puristischer Materialien aus der Natur“.

Tatsächlich macht sich das rosa Jasmin-Geäst in dem eigens angeschafften Wohnaccessoire „farbenfrohe Riesenvase“ sehr hübsch. Nur dass es uns nach fünf Minuten mit ihm in einem Raum so ergeht wie neulich mit unserer k.o.-parfümierten Nebensitzerin im Theater: Es bleibt uns die Luft weg.

Zum Glück kann man auch mit Textilien „frühlingshafte Akzente setzen“. Wir machen das Licht aus und kuscheln uns selig in Blumenbettwäsche.

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Erstellt:
17. März 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
17. März 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 17. März 2018, 06:00 Uhr

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