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Führerschein für Drohnen
Eine Drohne mit Kamera darf nicht überall fliegen. Foto: dpa
Luftverkehr

Führerschein für Drohnen

Neue Regeln sollen Missbrauch und Gefahren verringern. Weil es noch keine Stelle gibt, die den Piloten die verlangten Kenntnisse vermittelt und prüft, wird die Erlaubnis erst von Oktober an verlangt.

10.04.2017
  • RALF E. KRÜGER, DPA

Hannover. Für Drohnen in Deutschland gilt seit Freitag eine Verordnung. Sie regelt, was mit welchen Drohnen erlaubt und verboten ist, welche gekennzeichnet sein müssen und dass man für bestimmte Drohnen und Einsätze einen Führerschein, „Kenntnisnachweis“ genannt, haben muss.

„Das sind aus meiner Sicht hochvernünftige Maßnahmen, um den Masseneinsatz von Drohnen möglich zu machen“, sagt der Chef der Prüfgesellschaft TÜV Nord, Dirk Stenkamp. „Denn der Einsatz dieser Fluggeräte kann nicht nur hochgradig gefährlich sein, sondern auch die Privatsphäre vieler Menschen beeinträchtigen.“ Schätzungsweise 500 000 Drohnen fliegen in Deutschland.

„Bei uns gibt es vor allem Anfragen zu den Stellen, bei denen Drohnenbesitzer ihren Kenntnisnachweis erlangen können“, sagt Cornelia Cramer vom Luftfahrtbundesamt (LBA) in Braunschweig. Den müssen Betreiber von mehr als 2 Kilogramm schweren Drohnen künftig haben.

Einrichtungen, die diese Kenntnis vermitteln und prüfen, gibt es bisher so noch nicht. Daher wird der Kenntnisnachweis erst vom 1. Oktober an verlangt.

Viele private Drohnenpiloten gehen davon aus, ihre Drohne sei in der Privathaftpflicht versichert. Ein Irrtum. Wenn sie abstürzt, haften der Pilot oder auch der Halter für alle Schäden, egal wer Schuld am Absturz hat. Drohnen sind Luftfahrzeuge und unterliegen der gesetzlichen Versicherungspflicht.

Auf der jüngsten Aero-Luftfahrtmesse in Friedrichshafen waren die zivilen Drohnen ein großes Thema. Ebenso der Umgang mit Verstößen. Dabei sind die Fallzahlen insgesamt aber relativ gering – auch im Umfeld von Flughäfen. Über Deutschland ist noch kein Flugzeug mit einer Drohne zusammengestoßen.

Das Luftfahrtbundesamt (LBA) hat 2016  15 Meldungen zu Drohnensichtungen und Beinahe-Zusammenstößen registriert. Die Deutsche Flugsicherung (DFS), die auch Störmeldungen von Freizeit- oder anderen Piloten annimmt, hatte 14 Drohnensichtungen im Jahr 2015, aber schon 64 im Jahr 2016 registriert, fast alle nahe Flughäfen. Dieses Jahr noch keine. Ralf E. Krüger, dpa

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10.04.2017, 06:00 Uhr

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