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Pädagogik

Fünfjährige machen Schlachtung mit

Norwegische Kindergartenkinder räumen Überreste von Rentieren weg. Im Internet wird die Aktion kritisiert und gelobt.

14.01.2017
  • DPA

Trondheim. Kinder schleifen blutige Rentierfelle durch den Schnee, werfen die Köpfe der Tiere in hohem Bogen in einen Abfallcontainer. Bilder eines norwegischen Kindergartens haben in Sozialen Medien einen Proteststurm ausgelöst. Allerdings ist es in Skandinavien in manchen Gegenden völlig normal, dass Erzieher mit Kindergartenkindern einen Ausflug zu einer Rentierschlachtung machen.

Die Erzieher werden als Perverslinge beschimpft, eine Nutzerin schreibt: „Man sollte niemals Tiere vor den Augen von unschuldigen Kindern töten.“ Eine andere fordert, den Kindergarten zu schließen. Ein anderer poltert: „Ihr seid doch krank im Kopf!“

Zahlreiche Norweger reagieren dagegen positiv auf den Ausflug mit pädagogischem Hintergrund. Einer schreibt: „Schön zu sehen, dass Kindergärten Kindern auch beibringen können, wo das Essen herkommt.“

So sieht es der Kindergartenleiter Dag Olav Stølan. Den Fünfjährigen habe das Zusehen nicht geschadet. „Die erste Begegnung mit der Schlachtung fanden sie etwas seltsam“, schreibt er auf Facebook. „Aber es hat nicht lange gedauert, bis es ganz ,normal' war und die Kinder Felle, Füße und Köpfe aufgeräumt haben.“

Den Ausflug hätten die Erzieher mit den Kindern unternommen, damit sie etwas über das Leben der Samen, der indigenen Einwohner Nordskandinaviens, lernen könnten, sagt Stølan. „Ein zentraler Teil ihrer Kultur ist das Rentierschlachten, sie leben davon.“ Viele Menschen kauften ihr Fleisch im Supermarkt, ohne darüber nachzudenken, woher es kommt. Stølan:. „Wir finden, dass es wichtig ist, Kindern das früh im Leben beizubringen.“ dpa

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14.01.2017, 06:00 Uhr

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