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Aus Erfahrung besser

Für Bruno Labbadia scheint sich der Trainer-Kreis an der Alster zu schließen

Trainer Bruno Labbadia hat den Hamburger SV in der vergangenen Saison vor dem Abstieg gerettet und in dieser Spielzeit in ruhigeres Fahrwasser geführt. Nun winkt dem Coach eine Vertragsverlängerung.

21.11.2015
  • SID

Hamburg Wie sich die Zeiten doch ändern! Vor fünf Jahren wurde Bruno Labbadia beim Hamburger SV entlassen, nachdem er das Team gerade ins Halbfinale der Europa League geführt hatte. Jetzt stehen die Hanseaten in der Bundesliga auf Rang elf - und der an die Elbe zurückgekehrte Coach kann tatsächlich mit einer baldigen Vertragsverlängerung rechnen.

"Bruno ist für den HSV genau der richtige Mann. Wir brauchen Leute, die gerne fleißig arbeiten und den Klub und die Stadt lieben. Und das tut er", sagt HSV-Sportchef Peter Knäbel über den Ex-Nationalspieler. Ihm haben es die Norddeutschen in erster Linie zu verdanken, dass der Traditionsverein in der vergangenen Saison den ersten Abstieg der Klubgeschichte gerade noch einmal verhindern konnte.

Labbadia freut sich über die wiedergewonnene Wertschätzung, sieht aber bei den Gesprächen mit dem HSV keinen Grund zur Eile. "Ich spüre da keinen Zwang, diese Sicherheit zu haben. Es gibt auch kein Zeitfenster, in dem wir uns unbedingt zusammensetzen müssen, weil beide Seiten prinzipiell gerne weiter zusammenarbeiten wollen", sagte der Coach.

Dem vehement engagierten Fußball-Lehrer ist aber schon klar, dass er im hohen Norden einen langen Atem brauchen wird, um den einstigen europäischen Topklub zumindest auf nationaler Ebene wieder nach oben zu führen: "Wir haben noch einen unglaublich langen Weg vor uns, um das alles weiter zu entwickeln." Die Stoßrichtung ist dabei klar: Gelungen ist dem 49-Jährigen mittlerweile, die Flut der Gegentore spürbar einzudämmen. Aber in der Offensive klemmt es nach wie vor, nach zwölf Bundesligaspielen hatte nur der Neuling FC Ingolstadt weniger Tore erzielt als die Norddeutschen. Was den früheren "Pistolero" (103 Tore in 328 Spielen) schon ärgert.

Aber der gebürtige Italiener ist gelassener geworden und hat dazu gelernt. "Ich brauche weiterhin meine Emotionen, aber ich weiß mittlerweile, dass ich mich auch mal mit Dingen begnügen muss, die nicht immer hundertprozentig so sind, wie ich sie gern hätte", formuliert der gelernte Versicherungskaufmann.

Diese neu gewonnene Einstellung unterscheide ihn von seinem ersten und nicht glücklichen Gastspiel an der Alster: "Ich habe natürlich an Erfahrung gewonnen. Erfahrung ist im Fußball unbezahlbar, ich genieße das Ganze jetzt ein bisschen mehr."

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21.11.2015, 12:00 Uhr

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