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Der Löwen-Laden rückt näher

Für Genossenschaftsprojekt schon knapp 900 Anteile verkauft

Aus dem ehemaligen Kino „Löwen“ in der Kornhausstraße soll ein Genossenschaftsladen werden. Die Alternative Liste, die dieses Projekt unterstützt, berichtet jetzt, dass inzwischen bereits fast 900 Anteile gezeichnet wurden.

18.09.2014
  • Sabine Lohr

Tübingen. Mit so einem Zulauf hatte selbst Bruno Gebhart-Pietzsch nicht gerechnet: Der Haupt-Initiator des Genossenschaftsladens und Grünen-Stadtrat berichtet, dass nahezu täglich Leute in seinen „Fairen Kaufladen“ kommen, um ihre Fragen zum geplanten Genossenschaftsladen loszuwerden und anschließend einen oder mehrere Anteilsscheine zu jeweils 100 Euro kaufen. „Die meisten haben wir in der Hauptferienzeit verkauft“, sagt er. 500 Anteile wollten die Initiatoren bis Ende September verkaufen. Inzwischen sind es rund 530 Personen – und zwar nicht nur Tübinger, wie Gebhart-Pietzsch betont.

Für Genossenschaftsprojekt schon knapp 900 Anteile verkauft
Bewacht nächstes Jahr vielleicht einen Laden: der „Löwe“.

Auch die Bereitschaft, ehrenamtlich im Laden mitzuhelfen, scheint groß zu sein: 65 Personen haben sich gemeldet, die mal mehr, mal weniger Zeit investieren können. Echte Profis sind auch dabei. „Viele, die auch beim Pfrondorfer Laden mitmachen“, sagt Gebhart-Pietzsch und nennt außerdem einen ehemaligen Leiter eines großen Marktes und etliche Verkäuferinnen. Auch wenn Gebhart-Pietzsch nicht damit rechnet, dass alle, die sich nun gemeldet haben, tatsächlich zupacken, meint er, es brauche wohl allein schon zur Organisation des ehrenamtlichen Einsatzes einen Mitarbeiter.

Der Laden rückt also langsam näher. Gebhart-Pietzsch sagt, mit der städtischen GWG, der das Gebäude gehört, stehe man in Verhandlungen, und intern bespreche sich die Verwaltung. Es gehe schließlich nicht nur darum, einen Mietvertrag abzuschließen, sondern vor allem um die Sanierung des Hauses. „Die kann man in zwei Abschnitten machen“, ist sich Gebhart-Pietzsch sicher. Für den Ladenbetrieb sei neben dem Erdgeschoss zunächst einmal der Keller nötig. „Der ist seit 20 Jahren nicht benutzt worden – und wir brauchen dort Starkstrom für die Kühlung.“ Die zweite Etage, so Gebhart-Pietzsch, könne auch später gerichtet werden, während des Ladenbetriebs.

Der soll schon im nächsten Jahr starten, voraussichtlich im Herbst. Zunächst gibt es erst einmal ein Treffen aller Interessierten am kommenden Mittwoch, 24. September, um 19.30 Uhr in der Caféteria der Begegnungsstätte Hirsch. Dort soll eine Vorbereitungsgruppe etabliert werden, die eine Konzeption für den Laden erarbeiten soll. Die nämlich, so Gebhart-Pietzsch, verlange die GWG. Bei diesem Treffen wird auch ein Infoabend vorbereitet, bei dem Experten erklären, wie aus dem Projekt ein Laden wird. Der Termin für diesen Abend steht schon: Er ist am Dienstag, 21. Oktober, im „Löwen“ in der Kornhausstraße.

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18.09.2014, 12:00 Uhr

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