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Es geht nur ganz langsam los

Für den Neubau der B28 neu haben die Straßenplaner noch Etliches zu erledigen

Zwar hat der Bau der Bundesstraße 28 neu zwischen Rottenburg begonnen, doch zu sehen ist im Bereich Rottenburg die nächsten zwei Jahre noch nicht viel. Zuerst wird der Abschnitt zwischen Tübingen und Bühl gebaut, dann der Rest.

06.04.2016
  • Gert Fleischer

Rottenburg.Gestern berichteten wir vom Ersten Spatenstich für das Straßenprojekt. Aufs Jahr 2020 datieren die staatlichen Straßenbauplaner die Fertigstellung des knapp sieben Kilometer langen Teilstücks zwischen Rottenburg und Tübingen der B28 neu. Der Neubau führt im Landkreis Tübingen zu einer Verlegung der B28. Bisher verläuft sie von Kehl am Rhein kommend über Freudenstadt, Nagold, Herrenberg, Entringen, Tübingen, Reutlingen nach Ulm. Die neue Netzkonzeption sieht vor, dass die B28 von Freudenstadt über Horb, Rottenburg und Tübingen nach Reutlingen und weiter führt.

Was bedeutet es, wenn die bisherige Landesstraßenverbindung zwischen Tübingen und Rottenburg zur Bundesstraßenverbindung wird? Landesstraßen dienen vorwiegend dem durchgehenden Verkehr innerhalb eines Bundeslandes. Bundesstraßen dienen dem weiträumigen Verkehr. Diese Definitionen ergeben sich aus dem Bundesfernstraßengesetz und dem Straßengesetz für Baden-Württemberg.

Das Ammertal behält seine Bundesstraße

Der Bund mag grundsätzlich keine Doppelstrukturen bei Straßen und damit doppelte Kosten. Deshalb wird die bisherige B28 zwischen Dornstetten und Herrenberg zu Landesstraße abgestuft. Das soll in diesem Jahr geschehen, sagt Julia Pieper, stellvertretende Pressesprecherin im Landesverkehrsministerium. Anders sieht es mit dem weiteren Verlauf der jetzigen B28 zwischen Herrenberg und Tübingen aus: Sie werde nicht abgestuft, sondern bleibe Bundesstraße. Dann aber unter anderer Bezeichnung: Sie werde zur B296 und damit zur Verlängerung der Strecke zwischen Bad Wildbad und Herrenberg.

Die B28 zwischen Rottenburg und Tübingen ist Teil des künftigen Netzkonzepts. Bevor die Fahrbahnen gebaut werden, sind zunächst etliche der geplanten Brückenbauwerke zu erstellen. Zurzeit müssen die Anwohner beiderseits des Neckars nicht mit größeren Erdbewegungen und starkem Baustellenverkehr rechnen. Einzig am Knoten Weilheim ist Bewegung. Dort werden die Dämme aufgeschüttet, auf denen später die Fahrbahnen in die Höhe geführt werden, um andere Fahrbeziehungen zu überqueren.

Beim neuen Regierungspräsidenten Jörg Schmidt erfuhren Kiebingens vorige Ortsvorsteherin Elisabeth Schröder-Kappus und ihr Nachfolger Thomas Stopper Mitte Januar Folgendes: Bei Kiebingen muss die Gasleitung verlegt werden, deshalb könne das närrische Ringtreffen 2018 noch auf dem bisherigen Festplatz stattfinden. Im Plan des Rottenburger Tiefbauamts für den neuen Festplatz sei ein Holzsteg über die B28 eingezeichnet. Der böte für nicht eingeschränkte Fußgänger eine Abkürzung, falls ihn die Stadt Rottenburg finanziert. Von der umstrittenen Rampenbrücke über die neue Straße könne auf gleichem Niveau ein Steg zum Bahnsteig geführt werden, so wie er sich jetzt darstellt.

Noch macht das RP Detailplanung und vergibt Aufträge. Auch mit der Bahn seien Abstimmungen nötig, sagte Fink. Das RP wolle noch vor den Sommerferien zu einer Info-Veranstaltung einladen, in der die Bürger/innen über den Zeitplan in Kenntnis gesetzt werden.

Am Rand des Rottenburger Gewerbegebiets „Siebenlinden“ entstehen Straßenschleifen, die wie in Weilheim einen möglichst kreuzungsfreien Anschluss der neuen Straße an die Osttangente ermöglichen. Dieser „Knoten Rottenburg-Ost“ nimmt eine größere Ackerfläche in Anspruch nördlich der Landesstraße 361 zwischen der Brücke über die Bahn und der Brücke über den Neckar – etwa da, wo zu Anfang des Jahrtausends das Sturmholz im Nasslager aufbewahrt wurde.

Für Osttangente außen Planfeststellung nötig

Rottenburgs Osttangente wird dreispurig ausgebaut. Da dies einst schon bei ihrem Bau berücksichtigt wurde, ist es innerhalb des Stadtgebiets „problemlos möglich“, sagt Oberbürgermeister Stephan Neher. Da wird, stark vereinfacht formuliert, einer der seitlichen Grünstreifen von seinen Bäumen befreit und asphaltiert. Bis 2020, wenn die B28 neu fertig ist, soll auch die Osttangente auf ihrem innerörtlichen Abschnitt verbreitert sein.

An der Kreuzung mit der Siebenlindenstraße war die Osttangente von Beginn an auf drei Spuren aufgeweitet, um in beide Richtungen Platz für Linksabbiegespuren zu haben. Weil die Neckarbrücke nicht mehr als die drei Spuren aufnehmen kann, fällt die Linksabbiegespur von Kiebingen kommend Richtung Stadtwerke künftig weg. Wer in Fahrtrichtung Autobahn von der Osttangente Richtung Innenstadt abzweigen will, kann es dann erst an der Shell-Tankstelle tun.

Auch nach der Ortstafel soll die Osttangente breiter werden, zumindest an den Steigungsstrecken. Für diesen Umbau sei jedoch sei ein Planfeststellungsverfahren erforderlich, sagt der OB. Der Ausbau zur Dreispurigkeit, das hat sich Neher von den Fachleuten sagen lassen, bringe keine Kapazitätserhöhung für die Strecke, aber eine Beschleunigung des Verkehrs eben durch die Überholstreifen.

Die neuerliche Planfeststellung für ein Stück Straße, das eigentlich zu dem jetzt begonnen Ausbau gehört, sei Kalkül. „Je größer man ein Projekt aufbläht, desto schwieriger wird seine Finanzierung und damit seine Realisierung“, erklärte der OB. Immer wieder würden vorgesehene Finanzierungsmittel für den Straßenbau in den Haushalten nicht abgerufen. Da sei es gut, wenn durchgeplante und genehmigte Abschnitte in den Schubladen liegen, die sich damit bezahlen lassen. Je größer die Gesamtkosten, desto geringer die Chance, mit solchen Restmitteln auszukommen.

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06.04.2016, 01:00 Uhr

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