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Neher erklärt sich

Für den OB war Geigers Angriff nicht hinnehmbar

Nachdem Oberbürgermeister Stephan Neher die Kiebinger Bürgerversammlung am Montag aus Protest verließ, wandte er sich am Dienstag mit einem Brief an die Kiebinger Bevölkerung. Darin erklärt er seine spontane Reaktion mit den verbalen Angriffen durch Reinhold Geiger von der IG B 28.

03.11.2015
  • ing

Rottenburg. Nehers Brief wird im Kiebinger Mitteilungsblatt abgedruckt, das am Freitag erscheint. Entschuldigen tut sich der OB nicht für den überraschenden Abgang der Rathausspitze am Montag. Auch die Bürgermeister Volker Derbogen und Thomas Weigel verließen mit ihm die Sülchgauhalle.

In seinem Schreiben lobt Neher die „lebendige Dorfgemeinschaft“ mit vielen vorbildlich arbeitenden Mitgliedern von Vereinen und Organisationen. Die in den letzten Jahren realisierten Kiebinger Projekte zeigten, „dass es nicht zutrifft, dass die Verwaltungsspitze, der Gemeinderat und ich nur kernstädtische Themen im Blick haben und unsere Ortschaften unberücksichtigt bleiben“, schreibt der OB.

„Wir sind stolz auf das Erreichte, wir sind stolz auf Kiebingen!“, fährt Neher fort. Das Projekt B 28 beschäftige die Kiebinger seit gut 30 Jahren, „und nicht immer konnten gemeinsame Vorstellungen und Verhandlungsstrategien entwickelt werden“. Wenn Reinhold Geiger ihm aber, wie am Montag geschehen, im Namen der IG B 28 Untätigkeit unterstelle und ankündige, dass er dem OB am liebsten ein Durchfahrtsverbot oder gar Platzverbot in Kiebingen erteilen würde und dafür Applaus bekomme, sei „dies nicht hinnehmbar“.

„Ich musste mir schon viele Beleidigungen im Zusammenhang der B 28-Planungen anhören“, schreibt Neher. „Ein respektvoller Umgang sollte auch bei unterschiedlicher inhaltlicher Auffassung gewahrt bleiben.“ Die tatsächlichen Entscheidungen in dieser Sache seien weit vor seiner Zeit getroffen worden, so der OB. Für Fehler der Vergangenheit lasse er sich nicht verantwortlich machen.

Gemeinsam mit der Ortsverwaltung habe die Stadtverwaltung „alle Anstrengungen zur Korrektur dieser Fehler unternommen“, heißt es in dem Brief. „Wir haben die Anliegen der IG sehr ernst genommen und zu den Entscheidern transportiert, aber, wie Sie wissen, kein Gehör gefunden.“ Er bitte um Verständnis, dass er die Streitereien in Sachen B 28 nicht mehr weiterverfolgen wolle, so der OB.

Wenn andere Themen, die die Besucher der Bürgerversammlung gerne noch erörtert hätten, durch den Abgang der Verwaltungsspitze zur kurz gekommen seien, tue ihm das leid, schreibt Stephan Neher. In diesem Fall könnten die Kiebinger ihr Anliegen direkt an ihn richten, und zwar per Mail an stephan.neher@rottenburg.de, per Fax oder Post, oder über sein Sekretariat unter der Telefonnummer 0 74 72 / 165 200 einen Termin vereinbaren.


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