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Für den neuen Tesla gibt es 115 000 Vorbestellungen
E-Auto kommt in den USA erst Ende 2017 in den Handel - Termine für Deutschland stehen noch nicht fest

Für den neuen Tesla gibt es 115 000 Vorbestellungen

Selten hat es um ein Fahrzeug einen solchen Hype gegeben. Viele Kaufwillige campierten vor der Zentrale des US-Autoherstellers Tesla, um die Präsentation des neuen "Model 3" live mitzuerleben.

02.04.2016
  • DPA

Los Angeles. Tesla will sein Elektro-Auto "Model 3" für 35 000 Dollar (31 000 EUR) anbieten. Es soll aber erst Ende 2017 an die Händler ausgeliefert werden. Preise und Termine für den deutschen Markt nannte der US-amerikanische Hersteller bei der Präsentation in Los Angeles noch nicht. Gegen eine Gebühr von 1000 EUR kann man das fünfsitzige Mittelklasse-Auto allerdings auch hierzulande bereits vorbestellen.

Während der ersten 24 Stunden taten dies nach Angaben von Tesla weltweit bereits 115 000 Kaufwillige. Einige davon hatten schon tagsüber vor der Präsentation vor der Tesla-Zentrale Schlange gestanden. Fotos des Events wurden über soziale Netzwerke geteilt, solch einen Hype gab es selten.

Am Auto fallen das große Glasdach und ein angedeuteter, glatter Kühlergrill auf. Bei einer Reichweite von 345 Kilometern soll das "Model 3" in weniger als sechs Sekunden von 0 auf 100 km/h kommen und wie das Oberklasseauto "Model S" teilautonom fahren können. Eine "Supercharger-Anbindung" soll auf der Langstrecke ein schnelleres Aufladen an speziellen Stationen ermöglichen. Beim "Model S" werde dort die Batterie binnen 30 Minuten zu 80 Prozent geladen. Wie lange es beim neuen Modell dauert, stehe noch nicht fest. "Derzeit gibt es europaweit 200 Stationen, in Deutschland sind es 53 Stationen direkt an der Autobahn", sagte eine Sprecherin.

Das Tesla-Auto zieht viele Verbraucher wegen seines vergleichsweisen günstigen Preises an. Andere E-Auto-Hersteller dürften nachziehen, denn der Preis von in Elektroautos eingebauten Lithium-Ionen-Akkus ist einer Studie zufolge 2015 bereits um 25 Prozent gesunken - und damit deutlich schneller als erwartet. Ende 2015 zahlten die Autohersteller 275 EUR pro Kilowattstunde, wie es in der Studie des Beratungsunternehmens Horvath & Partners heißt, die der Branchenzeitung "Automobilwoche" vorlag. Einen derartigen Preis hätten Experten erst 2020 erwartet.

Bei E-Autos sind die Batterien für 20 bis 30 Prozent des Gesamtpreises verantwortlich. Dennoch sank der Preis für die Fahrzeuge von 2014 auf 2015 nur geringfügig: Elektroautos waren 2014 im Schnitt 45 Prozent teurer als ein vergleichbares Modell mit Verbrennungsmotor, 2015 betrug die Differenz noch 41 Prozent. Setze sich der Trend fort, werde der Aufschlag für E-Autos 2020 noch rund 15 Prozent betragen. Um auf dem Massenmarkt akzeptiert zu werden, dürfe der Preisunterschied zu konventionellen Autos nicht mehr als 10 Prozent betragen, sagte Studienleiter Oliver Greiner der "Automobilwoche".

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02.04.2016, 06:00 Uhr

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