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Unkraut-Ex in der Blumenstadt Mössingen

Für ein Verbot

In Mössingen werden die mit Blumen bewachsenen Kreisel mit Glysophat besprüht.

10.06.2015

Unkraut-Ex auf Mössinger Grünflächen unverzichtbar? Totalherbizide tragen zur Verarmung der Artenvielfalt bei. Der „Bund“ warnt (. . .) vor der gentoxischen Wirkung von Glyphosat, dessen Abbauprodukt AMPA und Beistoffen: Die Krebsrate in den Sojaabaugebieten (Viehfutter!), in denen Glyphosat großflächig eingesetzt wird, stieg vielerorts signifikant an.

Während im Bioanbau kluge Anbautechniken das einzige Mittel sind, eine Ertragsminderung durch Wildkräuter zu vermeiden, ist der Totalherbizideinsatz in der konventionellen Landwirtschaft unter anderem zur Ernteerleichterung ein umstrittener Anbaubaustein – beide Gruppen sind jedoch im Gegensatz zu Kommunen auf einen wirtschaftlichen Ertrag ihrer Böden angewiesen.

Trotzdem hält Mössingen (. . .) den Einsatz von „Unkraut-Ex“ auf einigen Grünflächen für unverzichtbar. Aufgrund der jüngsten WHO-Studie zur kanzerogenen Wirkung machen sich die Verbraucherschutzminister für ein Verbot auf nicht landwirtschaftlichen genutzten Flächen stark (. . .). Dass die Stadt ihre Grünflächen so lange mit dem Pflanzengift belasten will, bis dieses Verbot tatsächlich von „höherer Politik“ (Zitat) ausgesprochen wird, hat eine fatale Vorbildwirkung: Kann man von Privatpersonen oder Firmen (wie jüngst in Tübingen beobachtet) verlangen, auf das „Sauberspritzen“ ihrer Flächen zu verzichten? Was also tun, um sich den Ruf als Blumenstadt nicht zu ruinieren? Über Alternativen bei der Vorbereitung der Flächen beziehungsweise der Aussaatmischung informieren!

Barbara Lupp, Bund Regionalverband, Tübingen

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10.06.2015, 12:00 Uhr

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