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Stichwort · TRAUERSTAATSAKT

Für herausragende Persönlichkeiten

24.11.2015

Von KNA

Üblicherweise ehrt die Bundesrepublik Deutschland mit einem Staatsbegräbnis oder einem Trauerstaatsakt auf Bundesebene Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die sich in hervorragender Weise um das deutsche Volk verdient gemacht haben. Die entsprechende Anordnung trifft der Bundespräsident, die Durchführung liegt in der Regel beim Bundesinnenministerium, die Kosten trägt der Bund.

Ein Staatsbegräbnis kann aus folgenden Elementen bestehen: Öffentliche Aufbahrung und Trauerdefilee, große Totenwache bestehend aus sechs Personen, kirchliche Trauerfeier mit einem eventuellen weltlichen Nachruf im Anschluss an die Trauerfeier, Trauergeleit, militärisches Abschiedszeremoniell mit Ehrenformation, Beisetzung und Trauerempfang.

Ein Trauerstaatsakt umfasst eine von Musikstücken umrahmte Traueransprache, Gedenkreden und die Nationalhymne.

Seit 1954 gab es auf Bundesebene 29 Staatsbegräbnisse, darunter 1967 für den ersten Bundeskanzler Konrad Adenauer, und 39 Trauerstaatsakte. Fast alle diese Staatsakte galten Einzelpersonen. Einen bundesweiten Trauerstaatsakt gab es aber auch 2005 für die Opfer des Tsunamis im Indischen Ozean.

Zusätzlich oder anstelle von Staatsbegräbnissen und Trauerstaatsakten kann beispielsweise am Tag der Trauerfeier oder der Beisetzung eine Trauerbeflaggung angeordnet werden. Dann werden die Fahnen an Einrichtungen des Bundes und/oder der Länder und Kommunen auf halbmast gesetzt. Die in anderen Staaten verbreitete, mitunter mehrtägige „Staatstrauer“ gibt es in Deutschland nicht, in Einzelfällen dauert jedoch die Trauerbeflaggung bis zu drei Tage.

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Erstellt:
24. November 2015, 08:30 Uhr
Aktualisiert:
24. November 2015, 06:01 Uhr
zuletzt aktualisiert: 24. November 2015, 06:01 Uhr

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