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Fürbitten für den kranken OB

OB außer Amt Stadtoberhaupt Julian Osswald muss sich nach einem Herzinfarkt und einer Operation einer längeren Genesungs-Vakanz unterziehen.

23.11.2016
  • Siegfried Schmidt

Gestern noch auf der Intensivstation des Freudenstädter Krankenhauses soll laut unseren Informationen der Oberbürgermeister eventuell heute schon in ein Normalbettzimmer verlegt werden. Wie es den Anschein hat, ist die OP nach dem Herzinfarkt gut verlaufen, dem 51-Jährigen wurden Stents in die herznahen Blutgefäße eingelegt, also medizinische Implantate zum Aufweiten und Offenhalten von blutführenden Gefäßen.

Die Nachricht von der ernsten und bedrohlichen plötzlichen Erkrankung des Freudenstädter OB hatte sich bereits am Montag wie ein Lauffeuer durch die Stadt verbreitet. Erst soll Osswald noch über Rückenbeschwerden geklagt haben, doch die ärztliche Diagnose im Krankenhaus war eine gänzlich andere.

Wie berichtet wird, war und ist während der intensivmedizinischen Betreuung die Familie des OB in engem Kontakt mit ihm, also vor Ort. Aber auch das Rathaus hielt natürlich inne, und man wartete besorgt auf positive Nachrichten über das Operationsresultat und den Behandlungsverlauf.

Nachdem gestern über die Presse bekannt wurde, dass Julian Osswald längere Zeit werde genesen und pausieren müssen, gab es via Internet und Facebook sogar kirchlichen Beistand für den Erkrankten. Pastor Christoph Fischer von der Volksmission Freudenstadt postete einen Gebetsaufruf in die Öffentlichkeit – Stichwort #prayforosswald – und rief alle Christen in Stadt und Umgebung dazu auf, den OB in die Gebete der Gläubigen mitaufzunehmen – eingeschlossen die OB-Familie und die OB-Stellvertreterin, Bürgermeister Stephanie Hentschel, welche die Amtgeschäfte nun ja führen muss.

Im Rathaus Freudenstadt stieß dieses himmlische Hilfsersuchen anfangs auf gemischte Reaktionen. Es sei „sicher nett gemeint und grundsätzlich auch willkommen“, so der Kommentar der Bürgermeisterin, der Gebets-Appell könne aufgrund seiner etwas dramatischen Konnotation aber auch einer „falschen Situationseinschätzung“ Vorschub leisten. Jedenfalls überwiegt das freundliche Einverständnis, dass die bürgerschaftliche Sorge um das Wohlergehen des Rathauschefs stark ausgeprägt ist. Erste Regelungen für die Amts- und Rollenvertretungen sind städtischerseits bereits getroffen. Und Termine mit nicht unbedingtem Charakter wurden abgesagt, so z.B. die demnächst geplanten Wirtschaftsbesuche innerstädtisch.

Die politische Amtsvertretung stemmt natürlich Freudenstadts noch jung im Amt befindliche Bürgermeisterin Dr. Hentschel, die, wie sie gestern einräumte, erst mit einer voraussichtlichen Amtswiederkehr von Osswald im Januar zu rechnen hat.

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23.11.2016, 01:00 Uhr

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