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Viele ehemalige Weggefährten machen das Treffen zu einem Fest

Fußball: Abschiedsspiel für Markus Wagner in Nordstetten

Einen wie ihn lässt man nicht einfach aufhören. Einer wie er gehört ordentlich verabschiedet. Warum? Weil er es sich verdient hat. Genau so dachten auch die Nordstetter ASVler, die am Samstag mit einem großen Abschiedsfest die Fußballkarriere von Markus „Waggi“ Wagner beendeten.

30.06.2015

Markus Wagner hatte etwas geahnt, als ihn seine Frau Meli mit verbundenen Augen am Samstag in Richtung Sportplatz fuhr. Ganz geheim blieb es nämlich nicht, dass Markus Wagner zum Ende seiner aktiven Fußballerkarriere ein ganz besonderes Abschiedsspiel bekommen würde. Aber wie sollte das auch geheim gehalten werden, wenn so viele Weggefährten und Freunde vergangener Tage eingeweiht und eingeladen sind? Alle, die in den vergangenen mehr als zwei Jahrzehnten mit Markus Wagner zusammen Fußball gespielt hatten, waren eingeladen. Alle Trainer, die ihn unter ihren Fittichen hatten, alle Vorstandsmitglieder, die mit „Waggi“ gemeinsam am Orgatisch des ASV gesessen haben.

Zusammen gekommen sind schließlich gut zwei Fußballmannschaften, die sich nur in der Farbe des Trikots unterschieden, ansonsten jedoch alle dasselbe Ziel hatten: Noch einmal mit oder gegen Markus Wagner Fußball zu spielen. Wie das Spiel Markus und Freunde 1 gegen Markus und Freunde 2 endet, war dabei eher nebensächlich. So um die 8:5 für Rot wurde das Endergebnis hinterher geschätzt. Markus Wagner schoss natürlich auch sein Tor – und bereitete zudem zwei Treffer mustergültig vor. „Egal wer gewonnen hat – Hauptsache Nordstetten“, sagte „Waggi“, als er fünf Minuten vor Schluss unter großem Beifall der Zuschauer und Kicker den Nordstetter Sportplatz verlassen hatte.

Und dann blickte er zurück: „Es war eine tolle Zeit. Ich will keine Minute missen“, sagte Wagner und ihm schien immer noch ein ganz besonderes Grinsen im Gesicht zu stehen, weil er zum Abschied seiner aktiven Karriere auch noch den Klassenerhalt seines ASV mitfeiern durfte. „Das ist natürlich die Krönung“, sagte er.

Irgendwie schließt sich damit auch ein Kreis, denn als Wagner seinerzeit als A-Junior vom SV Mühlen hoch nach Nordstetten wechselte, spielte der ASV auch schon in der Kreisliga A. Zwei Jahre lang, dann sind sie abgestiegen und erst vor einem Jahr dann wieder hochgekommen.

Wagner hatte dazu zwar nicht mehr als aktiver Spieler beigetragen, jedoch als unermüdlicher Schaffer im Vereinsvorstand des ASV. Seit sechs Jahren ist er dort Zweiter Vorsitzender. Im Ausschuss war er vorher schon fast seit Beginn seiner Fußballkarriere. Sein Kumpel Marco Schlotter, der am Samstag auch seinen Abschied von der aktiven Fußballbühne feierte, hatte das Spiel für „Waggi“ organisiert und keine Mühe gehabt alle ehemaligen fußballerischen Begleiter zu ködern.

Wagner ist zwar im Prinzip sein ganzes Leben schon mit dem Fußball verheiratet, allerdings gibt es auch noch andere Dinge, die das Leben von Markus Wagner bereichern: Seit 1993 kennt er seine Frau Meli. Seit 2003 sind die beiden verheiratet. Kinder? „Dazu hat es bisher noch nicht gelangt“, sagt Meli Wagner, fügt aber an: „Damit fangen wir jetzt gleich morgen an.“ Uli Bernhard

Fußball: Abschiedsspiel für Markus Wagner in Nordstetten
Einen wie ihn lässt man nicht einfach so aufhören: Markus „Waggi“ Wagner (Mitte mit den Bällen in den Händen) hat mit einem Überraschungs-Abschiedskick in Nordstetten sein Karriereende.Bild: ube

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30.06.2015, 12:00 Uhr

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