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TSG-Festtag in Nehren

Fußball: Beim 3:1 trifft Tammo Heinzler doppelt

Ein umkämpftes, aber nicht unfaires Derby konnte die TSG Tübingen beim SV Nehren mit 1:3 (1:3) für sich entschieden. Dabei stellte die TSG vor 300 Zuschauern bereits in Durchgang eins die Weichen auf Sieg.

02.11.2015
  • David scheu

Nehren. „Derbysieger, Derbysieger!“ Groß war die Freude in der Tübinger Spielertraube nach dem Spiel, als der Sieg gegen den Lokalrivalen in Nehren bejubelt werden konnte. Dabei zeigte sich die TSG von Beginn an gut erholt von der 0:5-Heimklatsche gegen den VfL Pfullingen, setzte den Gegner früh unter Druck und kam so mehrmals zu Ballgewinnen in der gegnerischen Hälfte. „Gegen Pfullingen waren wir teils zu passiv. Deshalb haben wir uns heute vorgenommen, nicht nur anzulaufen, sondern die Zweikämpfe auch zu führen“, so Coach Michael Frick.

Mit der ersten nennenswerten Aktion des Spiels nach fünf Minuten ging die TSG auch in Führung - allerdings unter Mithilfe des Gegners: SVN-Keeper Michael Geiger konnte einen langen Ball nicht sicher fangen – Tammo Heinzler brauchte nur noch abzustauben. Der SVN zeigte sich aber nicht geschockt, sodass sich ein Derby mit offenem Visier entwickelte. „Es war ein gutes Spiel von zwei Mannschaften, die beide Fußball spielen wollten“, so SVN-Coach Dieter König, dessen Truppe in der 19. Minute dann auch zum Ausgleich kam: Eine mustergültige Flanke von Benedikt Rammeiser beförderte der Tübinger Benjamin Klett ins eigene Tor zum 1:1.

Die TSG hatte jedoch noch vor dem Seitenwechsel eine Antwort parat und zog mit einem Doppelschlag binnen sechs Minuten auf 1:3 davon: Zunächst traf erneut Heinzler von der Strafraumgrenze in die kurze Ecke (28. Minute), ehe anschließend Jonas Frey per Freistoß über die Mauer hinweg einnetzte.

Nehren kam druckvoll aus der Kabine und drängte auf den Anschluss. TSG-Trainer Frick hielt seine Truppe von außen immer wieder an, dagegen zu halten: „Aktiv bleiben! Zweikämpfe führen!“ Als in der 57. der Tübinger Mittelfeld-Routinier Oliver Lapaczinski nach einem Foul an der Mittellinie vom Schiedsrichter mit der Ampelkarte zum Duschen geschickt wurde, war der SVN endgültig am Drücker. Michael Frick reagierte umgehend und brachte Marcelo Rauscher, um die Lücke im zentralen Mittelfeld zu schließen.

In der Folge hatte der SVN zwar eindeutig mehr Spielanteile, echte Torchancen blieben aber Mangelware. „Einfallslos“ sei das Spiel seiner Mannschaft in Überzahl gewesen, bemängelte Dieter König, dessen Mannschaft so aus ihrem Ballbesitz kaum Kapital schlagen konnte. Zu Möglichkeiten kam Nehren überwiegend aus der Distanz oder nach Standards – so in der 87. Minute, als Jakob Braun nach eine Ecke am zweiten Pfosten völlig blank war, den Kopfball aber neben den Tübinger Kasten setzte.

Der TSG hingegen boten sich mit zunehmender Spieldauer natürlich immer größere Räume – vor allem, als der SVN in der Schlussüphase auf Dreierkette umstellte. Da Tübingen seine Konter im letzten Drittel aber nicht konsequent zu Ende spielte und den finalen Pass nur selten an den Mann brachte, blieb´s bis zum Ende spannend. Der Anschluss gelang Nehren jedoch nicht mehr, sodass die TSG den inzwischen dritten Derbysieg in Folge über die Runden brachte.

Während Tübingen durch den Sieg auf Platz drei springt, verlor Nehren zu allem Überfluss mit der allerletzten Aktion des Spiels noch Michael Barth mit Gelb-Rot und muss damit nächsten Sonntag in Tuttlingen auf den Flügelstürmer verzichten.

SV Nehren: Geiger, Reitter, Murr (80. Munoz), Rammeiser, Barth, Keller, Plangger (52. Marco Binder), Buchholz, Braun, Dieze, Keppler.

TSG Tübingen: Fierravanti, Luib, Fetzer, Knoll, Klett, Gottschalk (76. Braun), Jan Binder (58. Rauscher), Heinzler (86. Luebben), Frey, Lapaczinski, Lack (80. Schmetzer).

Fußball: Beim 3:1 trifft Tammo Heinzler doppelt
Intensiver Austausch: Der Nehrener Stefan Dieze hat offenbar Diskussionsbedarf mit Lars Lack von der TSG Tübingen.

Zeitweise im Minutentakt hagelte es Karten im Derby zwischen Nehren und Tübingen. Insgesamt fünf Gelbe für Nehren, sieben für Tübingen und je eine Gelb-Rote Karte für jede Mannschaft zeigte Schiedsrichter Matthias Zettler gestern Nachmittag. Das Spiel sei aber zu keinem Zeitpunkt unfair gewesen, waren sich beide Trainer einig. „Emotionen gehören zu einem Lokalderby dazu“, so Nehrens Trainer Dieter König, der wie sein Kollege Michael Frick die fehlende Linie des Unparteiischen bemängelte - und dafür in der 74. Minute auch hinter die Bande geschickt wurde. Der Referee habe das Spiel aber nicht entschieden, so König.

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02.11.2015, 12:00 Uhr

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