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Ausgleich in der Nachspielzeit

Fußball-Bezirksliga: Wachendorfer Punktgewinn dank Joker Steven Solly beim TuS Ergenzingen – 2:2

Zwei Fußballweisheiten wurden gestern in Ergenzingen mal wieder bestätigt. Erstens: Ein Spiel dauert nicht 90 Minuten, sondern es geht solange, bis der Schiri abpfeift. Zweitens: Es rächt sich, wenn man seine Torchancen nicht nutzt. In der dritten Minute der Nachspielzeit schoss Joker Steven Solly das 2:2 für Wachendorf und entthronte damit den TuS Ergenzingen in einem Spiel, das die 220 Zuschauer bis zur letzten Sekunde fesselte.

09.11.2015

Ergenzingen. Verrückte Schlussphase gestern beim Spitzenspiel in Ergenzingen. Bis zur 88. Minute führte der TuS Ergenzingen nicht unverdient mit 2:1, hatte vor allem in der zweiten Halbzeit drei bis vier hochkarätige Chancen, um den dritten Treffer nach zu legen in einer Phase, wo Wachendorf immer mehr vom Spiel hatte. Dann überschlugen sich die Ereignisse. Erst knallte in besagter 88. Minute Wachendorfs Tobias Kaufeld einen Foulelfmeter an die Latte. Wer nun dachte, die Wachendorfer würden den Kopf hängenlassen, sah sich getäuscht. Nach dem Motto „jetzt erst recht“gaben sie in der fünfminütigen Nachspielzeit noch einmal Vollgas und kamen tatsächlich noch zum Ausgleich. Eine Kopfballvorlage von Spielertrainer Markus Link setzte Joker Steven Solly mit einem Heber zum nicht unverdienten Ausgleich ins Netz. Ergenzingen muss sich nach überlegener ersten Halbzeit den Vorwurf gefallen lassen, in der letzten halben Stunde das Spiel aus der Hand gegeben zu haben. Dennoch hatte gerade da der TuS hochkarätige Torchancen, wobei in einer Art Privatduell vor allem der eingewechselte Patrick Fransisco immer wieder an Wachendorfs überragendem Torspieler Tim Avenarius scheiterte. Avenarius ist eigentlich nur die Nummer 2 in Wachendorf, doch weil sich Stammkeeper Tobias Knöll letzte Woche eine Kapselverletzung an der Hand zuzog, durfte Avenarius in diesem Spitzenspiel ran.

In der ersten Halbzeit hatte der gastgebende TuS ein spielerisches Übergewicht, bei Wachendorf merkte man doch die Umstellungen und das Spielen von einigen Akteuren auf ungewohnten Positionen. So mussten nach einem Patzer schon in der 3. Minute Keeper Avenarius und Innenverteidiger Christian Saile in höchster Not gegen Daniel Amann retten. Vor allem die langen Bälle auf Amann bereiteten der SV-Abwehr zunächst einiges Kopfzerbrechen, im Laufe des Spiels aber hatte sich der SV darauf eingestellt. Nach einer Viertelstunde hätte ein aufspringender Distanzschuss Avenarius fast überrascht, kurz darauf flog eine flache Hereingabe von Rafael Garcia an Freund und Feind durch den Wachendorfer Fünfmeterraum. Nach einer halben Stunde die Ergenzinger Führung, bei der der Gast kräftig mithalf. Wohl wegen der tief stehenden Sonne hatte sowohl Ergenzingens Paul Lubig als auch Martin Kienzle Schwierigkeiten, Kienzle spielte den Ball ein Bisschen scharf zurück zu seinem Keeper, der musste sich lang machen, um ihn zu bekommen. Absichtliches Rückspiel wertete der gute Schiedsrichter David Modro (Leonberg) und gab sieben Meter vor dem Tor indirekten Freistoß. Tobias Böhm tippte an, Rafael Rees jagte das Leder über den Kopf von Avenarius zur TuS-Führung ins Netz. Bei weiteren Möglichkeiten hätte der TuS die Führung bis zur Pause ausbauen können, doch vergaben Michael Schenk und der aufgerückte Markus Brändle gute Möglichkeiten, während die Gäste vor der Pause so gut wie keine echte Torchance hatten.

Nach dem Wechsel ging’s Schlag auf Schlag: Zunächst legte Markus Link einen Ball für Tobias Kaufeld ab, dessen Schuss aus 30 Metern schlug wie ein Strich im TuS-Kasten ein (47.). Doch schon im Gegenzug gelang ebenfalls mit einem sehenswerten Schuss Michael Schenk der Ausgleich, dessen Kracher aus 26 Metern knapp neben dem Pfosten einschlug. Nach einer Stunde wurde Wachendorf stärker, während der TuS ein bisschen unverständlich Gas rausnahm.

Allerdings stand Ergenzingens Abwehr sehr sicher. Der TuS hätte gegen immer offener spielende Gäste den dritten oder vielleicht sogar vierten Treffer nachlegen können, doch vor allem Fransisco verzweifelte an Avenarius, der alle TuS-Chancen zunichtemachte. Und so kam’s, dass die nun immer stürmischer angreifenden Wachendorfer in der Schlussphase, doch noch mit dem 2:2 belohnt wurden. kpd

Fußball-Bezirksliga: Wachendorfer Punktgewinn dank Joker Steven Solly beim TuS Ergenzingen – 2:2

Fußball-Bezirksliga: Wachendorfer Punktgewinn dank Joker Steven Solly beim TuS Ergenzingen – 2:2
Großer Jubel: in der Nachspielzeit trifft Steven Solly (Mitte) noch zum 2:2. Danach wird er von Martin Kienzle (links) und Mario Schorn umarmt. Bild: Ulmer

Spielerschwund beim SV Wachendorf binnen einer Woche. Gleich vier Spieler musste der SV Wachendorf am Sonntag beim TuS Ergenzingen kurzfristig ersetzen, die vergangenen Woche noch auf dem Platz standen. So war’s ein bisschen schade, dass die Wachendorfer gestern ein bisschen arg gehandicapt waren. So fehlt Torwart Tobais Knöll mit Kapselverletzung, Innenverteidiger Sebastian Wahl mit einem Riss im Sprunggelenk, Stefan Hollnberger mit Leistenbeschwerden. Und Jonas Schmid winkte beim Warmmachen ab: Er war die Woche über krank und merkte, dass es nicht geht. So spielten ein paar Kicker auf total ungewohnten Positionen, und Keeper Tim Avenarius hielt die Wachendorfer mit einigen Glanztaten im Spiel.

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09.11.2015, 12:00 Uhr

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