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TBK will heute jede Minute genießen

Fußball: K'furts Trainer Slavic über das Pokalspiel gegen Balingen

Am Mittwoch, 13. Oktober, steigt das große Spiel in Kirchentellinsfurt: Fußball-Bezirksligist TB Kirchentellinsfurt empfängt im Achtelfinale des württembergischen Pokals den Oberligisten TSG Balingen. „Für den Verein ist das ganz hoch einzustufen“, sagt TBK-Trainer Peter Slavic im TAGBLATT-Interview.

13.10.2010

TAGBLATT: Herr Slavic, der Bezirksligist TB Kirchentellinsfurt im Achtelfinale gegen den Oberligisten TSG Balingen – was bedeutet das eigentlich für Sie und den Verein?

Peter Slavic: Ich ordne das für mich persönlich ganz hoch ein – für mich als Trainer ist das bisher der höchstklassige Gegner in einem Pflichtspiel. Für den Verein ist das auch ganz hoch einzustufen, der TBK hatte vorher noch nie das Achtelfinale im WFV-Pokal erreicht. Jeder von uns schreibt an der Geschichte des Vereins mit.

Halten Sie einen Sieg des TBK eigentlich für möglich?

Immer, sonst würden wir ja nicht antreten. Wir wollen die Kirche im Dorf lassen – aber wir gehen selbstbewusst ins Spiel. Wir haben nichts zu verlieren und wollen jede Minute nutzen, um zu lernen und das dann möglichst gleich umsetzen. Wir möchten auch jede Minute genießen. Man macht sich schon Gedanken, was wäre wenn. Aber nachts habe ich nicht davon geträumt. Wir wollen die Chance nutzen, uns vor hoffentlich großer Kulisse zu präsentieren – und zwar positiv.

Mit wie vielen Zuschauern rechnen Sie heute Abend?

Ich habe mir in Balingen das Viertelfinale der TSG gegen Ulm angeschaut – da waren nur 400 Leute, das hat mich überrascht. Ich schätze, dass um die 500 Leute bei uns zuschauen wollen. Balingens Trainer Karsten Maier hofft im Übrigen, dass viele Fans die 43 Kilometer von Balingen nach Kirchentellinsfurt zurücklegen und die TSG unterstützen.

Was hat Sie beim Balinger Pokalsieg nach Elfmeterschießen über Regionalligist SSV Ulm bei der TSG besonders beeindruckt?

Die Willensstärke der Mannschaft. Ulm dominierte lange, aber dann steigerte sich die TSG durch Kampf ins Spiel und hat am Schluss mehr als verdient gewonnen. Spielerisch war Balingen gut, taktisch fast perfekt.

Ist diese Willensstärke ein Vorbild für den TBK?

Da brauchen wir gar keine Vorbilder, wir haben das in den vergangenen Pokalrunden ja auch immer gezeigt. Der TBK hat gegen höherklassige Gegner bewiesen, dass er diese Tugenden auch hat.

Im Pokal ist Ihr Team stark, in der Liga als Zehnter bleibt es weit hinter den Erwartungen – was sagen Sie dazu?

Das behagt mir gar nicht! Unsere Defensivabteilung ist zwar gut und hat weit weniger Gegentore zugelassen als zum gleichen Zeitpunkt der vergangenen Saison. Aber darunter leidet unser letzte Runde so starker Angriff, der Sturm kommt nicht richtig in Fahrt. Doch es ist noch genügend Zeit, um ganz vorne zu landen. Aber der Abstand zu Tabellenführer SSV Reutlingen II ist groß. Für uns hat jetzt ohnehin erst mal Priorität, den Abstand zum Keller zu vergrößern. Wir hatten vor der Saison klar gesagt, wir wollen um den Titel spielen. Das spornt jetzt die Konkurrenz an. Trotzdem war das kein Fehler, denn die Mannschaft hat ja das Potenzial dazu. Deshalb ist das ein realistisches Ziel.

Fragen von Thomas de Marco

Heute kickt der TB Kirchentellinsfurt drei Spielklassen unter der TSG Balingen – doch vor vier Jahren waren beide noch zusammen in der Verbandsliga. Obwohl der TBK in der Saison 2005/06 wieder abstieg, bediente er sich bei den Balingern kräftig: Zu Hause schlug er die TSG 3:1, in Balingen gab es ein 1:1. „Wir nehmen den Gegner sicherlich ernst, aber wollen eine Runde weiterkommen. Es ist unser Anspruch, dass wir in Kirchentellinsfurt gewinnen“, sagt Balingens Trainer Karsten Maier, der die bestmögliche Elf aufstellen will. Der Sieger dieser Begegnung trifft im Viertelfinale auf den Verbandsliga-Tabellenführer 1. Göppinger Sportverein.

Fußball: K'furts Trainer Slavic  über das Pokalspiel gegen Balingen
So bejubelte Peter Slavic im Mai den zweiten Bezirkspokalsieg des TB Kirchentellinsfurt hintereinander.Bild: Ulmer

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13.10.2010, 12:00 Uhr

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