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„Ist für mich absolut okay!“

Fußball-Landesliga: SG Empfingen und Marco Weckerle trennen sich

Die SG Empfingen kommt in Fahrt: 5:0 gewann der Landesligist jüngst beim TSV Hildrizhausen. Ohne Marco Weckerle, der wie berichtet nicht mehr für die SGE spielen wird.

14.09.2010
  • tobias zug

Empfingen. Die SG Empfingen sammelt fleißig Punkte. Und schießt Tore wie beim jüngsten 5:0-Coup beim TSV Hildrizhausen – die in den vergangenen Jahren immer zu den defensivstärksten Mannschaften zählenden Empfinger haben nach vier Spielen mittlerweile die meisten Tore (elf) mit Tabellenführer SV Zimmern geschossen.

Einer, der die Punkt- und Torejagd der SGE seit vergangener Woche nicht mehr mitmacht, ist Marco Weckerle (wir berichteten). Seit dreieinhalb Jahren als Spielmacher bei den Empfingern gehört Weckerle jetzt nicht mehr dem Kader an. Trainer Dieter Rinke hat mit Weckerle das Gespräch gesucht, nachdem dieser unzufrieden mit seiner Situation war. „Im Vorjahr hatte ich noch jedes Spiel gemacht“, sagt Weckerle. Diese Runde wurde er im ersten Saisonspiel erst eingewechselt, gegen den FC Rottenburg früh ausgewechselt. Empfingens Trainer Dieter Rinke merkte an, dass Weckerle deshalb oft beleidigt gewesen sei und er Ruhe im Kader haben wolle.

„Die beleidigte Leberwurst habe ich nicht gespielt,“ sagt Weckerle, „bei Uli Eipper saß ich mal ein halbes Jahr auf der Bank und habe auch keinen Stress gemacht.“ Rinke und er hätten eben „eine unterschiedliche Auffassung von meinem Spiel,“ sagt Weckerle, „da haben wir im Guten gesagt, dass es okay ist, wenn wir uns trennen.“

Der 31-Jährige wirkt weder frustriert noch sauer. „Wenn’s nicht mehr geht, ist es besser, wenn man sich trennt,“ sagt der Ergenzinger, „das ist soweit für mich absolut okay!“ Er habe schon in der vergangenen Runde mit dem Gedanken gespielt, aufzuhören. „Eine gute Runde, dritter Platz – das wäre eigentlich der optimale Zeitpunkt gewesen“, sagt Weckerle. Doch die Mannschaft, die Kameradschaft, hätten ihn dazu bewogen, noch eine Saison dranzuhängen. In der Hoffnung, dass es für ihn vielleicht so weiterlaufen würde.

Dem war nicht so der Fall. Auch, weil der Konkurrenzkampf für ihn im Vergleich zur Vorsaison größer geworden ist: Weckerles „Vertreter“ hinter den beiden Angreifern, Zugang Marc Wagner, machte seine Sache hervorragend, war beim 5:0-Sieg in Hildrizhausen einer der stärksten Empfinger. Ein „bisschen unverständlich“ finde er seine Situation allerdings schon: „Denn zwischen der vergangenen Saison und der jetzigen lagen nur knapp sechs Wochen Vorbereitung“, sagt Weckerle.

Egal: „Jetzt ist es mir arg recht, auch mal nicht jeden zweiten Tag ins Training gehen zu müssen,“ sagt Weckerle, „ich genieße das richtig!“ Im Moment habe er auch keine Ambitionen, irgendwo wieder Fußball zu spielen. Bei seinen nunmehr Ex-Kollegen von Empfingen werde er mit Sicherheit bei Spielen zuschauen. Denn: „Insgesamt hatte ich eine recht gute Zeit dort gehabt“, sagt Marco Weckerle. Wenn auch mit einem so nicht geplanten Abgang.

Fußball-Landesliga: SG Empfingen und Marco Weckerle trennen sich
Ausgespuckt: Marco Weckerle (links) und Empfingens Trainer Dieter Rinke gehen getrennte Wege. Bild: Ulmer

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14.09.2010, 12:00 Uhr

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