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Kritik vom Mäzen

Fußball: Manfred Volz tadelt auf der Hauptversammlung des FC Horb Trainer und Vorstand

Alles im grünen Bereich beim Nachwuchs – dagegen steht die Ampel auf rot bei den Erwachsenen: Beim Fußball-Club (FC) Horb könnte der Unterschied zwischen Jugend- und Aktivenspielbetrieb kaum größer sein. Dies ging aus den Berichten von Sebastian Beron und Stefan Mautz bei der Hauptversammlung am Dienstag hervor.

02.07.2015

Horb.Stefan Mautz war kurzfristig verhindert und so übernahm auch Sebastian Beron den Vortrag seines Berichts. Überhaupt ist Beron sowas wie der Mann für alle Fälle beim FC Horb: Zweiter Vorsitzender, sportlicher Leiter, weil diese Stelle vakant ist, Trainer, Jugendtrainer und Rasenpfleger.

Der FC-Vorsitzende Stefan Aupperle hob das Engagement von Beron deshalb auch ganz besonders hervor und dankte ihm, auch stellvertretend für alle Jugendtrainer: „Ich muss diesen Leuten meine Hochachtung aussprechen, die trotz des Personalmangels die Aufgaben stemmen und unentgeltlich einen sehr guten Job machen“, sagte Aupperle. Gleichzeitig appellierte er an die Eltern, im Fußballverein nicht nur die Chance zu sehen, ihre Kinder zu relativ günstigen Beitragssätzen abzugeben. „Wir brauchen Eltern, die uns mehr unterstützen.“

Sebastian Beron zeigte den Niedergang der ersten Mannschaft auf. Eigentlich habe die Saison mit 20 bis 24 Spielern, dem neuen Trainer Peter Herr und einer hohen Zielsetzung begonnen. Doch schon nach vier Wochen merkte man, dass Herr und die Mannschaft nicht zusammenpassen und es kam zur Trennung. Ein Nachfolger wurde nicht gefunden, also übernahm Beron den Trainerpart.

Mäzen Volz fordert, Spieler zu bezahlen

Die Spielerzahl reduzierte sich schon in der Vorrunde, in der Winterpause gab es noch mal viele Abgänge, sodass die Rückrunde nur mit Hilfe einiger AH-Spieler und der Reaktivierung von Leuten, deren Spielerpass noch beim FC war, mehr schlecht als recht zu Ende gespielt wurde. „Nicht ganz so glorreich“, umschrieb Beron die Ergebnisse der Rückrunde, die dem FC dann auch den letzten Platz in der untersten Liga mit ganzen acht Punkten einbrachte.

Und als nach der Runde noch einige Spieler verkündet haben, den Verein zu verlassen, habe es keinen anderen Ausweg als die Abmeldung für ein Jahr vom Spielbetrieb gegeben. Dabei habe man bewusst abgelehnt, die A-Jugend, die fast komplett aus Spielern des jüngeren Jahrgangs besteht, zu den Aktiven hochzuziehen. „Wir wollen ihnen die Doppelbelastung an den Wochenenden einfach nicht zumuten“, sagte Beron. In einem Jahr werde man mit dieser A-Jugend und den Spielern, die zugesagt haben, wieder zurückzukommen, dann wieder eine Mannschaft melden. Übrigens gehen jetzt sieben Spieler des FC zur Spielgemeinschaft Dettingen/Rexingen.

Zweifel meldete Mäzen Manfred Volz an. Schon vor zwei Jahren habe man gesagt, die Situation werde besser, wenn die A-Jugend dazukommt. Gebessert habe sich allerdings nichts. Im Gegenteil: „Das ist beschämend, dass wir nicht einmal in der untersten Klasse eine Mannschaft stellen können. Das liegt an der Vorstandschaft und das liegt am Trainer. Da muss ein Trainer her, der die Spieler motiviert. Und dann muss man den Spielern halt Geld bezahlen“, sagte der Unternehmer. Eine Meinung, die er am Dienstag exklusiv hatte.

Im Jugendspielbetrieb kooperierte der FC Horb nun die zweite Saison mit dem ASV Nordstetten komplett von den Bambini bis zur A-Jugend. Zehn Teams hat man mit 17 Trainern im Spielbetrieb, von der C- bis zur A-Jugend kommen noch einige Gastspieler aus Dettingen/Rexingen dazu. In der Bezirksstaffel spielt die B-Jugend, die die Klasse gehalten hat, und die C-Jugend, die hinter Freudenstadt Vizemeister wurde. Die A-Jugend belegte in der Leistungsstaffel Rang 4. Ein Höhepunkt sei der Manfred-Volz-Cup und vor allem das Anton-Straub-Gedächtnisturnier gewesen, das sich mittlerweile bei den Leistungszentren der Proficlubs rumgesprochen habe und zu dem man auch in diesem Jahr wieder prominente Teams erwartet.

AH sorgt für sportliche Lichtblicke beim FC Horb

Zum Schluss hatte AH-Leiter Hermann Hug Erfreuliches zu berichten, wobei der FC mit dem ASV Bildechingen eine Spielgemeinschaft bildet: Bei der Ü 40 konnte der FC Horb den Meistertitel verteidigen, bei der Ü 32 kamen die Horber immerhin bis ins Endspiel und musste sich dort erst im Elfmeterschießen geschlagen geben. Und beim Stadtteil-Pokalturnier in der Halle belegte die Mannschaft den 3. Platz.

Aktuell benötige der FC Horb bei der Ü 40-Meisterschaftsrunde im letzten Spiel am 23. Juli noch einen Punkt, um ins Finale zu kommen. Und in der Ü 32-Runde, die nur noch mit sechs Mannschaften in zwei Gruppen gespielt wird, steht der FC nach zwei Siegen im Halbfinale. Gegner ist am 11. Juli der Titelverteidiger SV Dietersweiler.

Siehe auch „Horber Chronik“

Fußball: Manfred Volz tadelt auf der Hauptversammlung des FC Horb Trainer und Vorstand
Gejubelt haben in jüngster Zeit meist die anderen: Für die nun erst mal vom Spielbetrieb abgemeldeten Fußballer des FC Horb (in Schwarz) war die zurückliegende Runde sehr frustrierend.Archivbild: Ulmer

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02.07.2015, 12:00 Uhr

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