Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
1:4 gegen Bonlanden

Fußball: SV Nehren schnuppert an einer Überraschung

In Abwesenheit von mehr als zehn Spielern verliert Verbandsliga-Aufsteiger SV Nehren zum Saisonauftakt verdient mit 1:4 gegen den SV Bonlanden.

23.08.2010
  • ibrahim naber

Nehren. Szenenapplaus brandet auf – und das für Schiedsrichter Erik Kronmüller. Elfmeter für den SV Nehren nach einem Foul an Omar Bayo, die große Chance für den SVN die 77. Minute mit dem 2:2-Ausgleichtreffer zu vergolden. Keiner auf den Ersatzbänken sitzt mehr, als Routinier Jochen Weigl sich den Ball zurecht legt. Kurzer Anlauf, Bonlandens Keeper Christian Landenberger pariert glänzend, dann Weigls Nachschuss – übers Tor: „Der Elfmeter war schon nicht gut, der Nachschuss dann eine Katastrophe. Schade, dass ich unseren hohen Einsatz nicht belohnen konnte“ , erklärte Weigl.

Bitter für den SVN: Hätte sich Pedro Keppler in der 56. Minute nicht verletzt (siehe Kasten), wäre er wohl an den Elfmeter-Punkt getreten. Doch vergebener Strafstoß hin oder her: Der SV Bonlanden war insgesamt der verdiente Sieger dieser Partie. Nicht nur weil er das Spiel über weite Strecken diktierte, sondern auch wegen der Fülle an meist ansehnlich herausgespielten Torchancen: „Der Respekt vor Bonlanden war wohl zu groß“, bilanzierte SVN-Trainer Dietmar Schneider nach der Partie, „das Spiel hätte bereits nach einer Viertelstunde entschieden sein können.“

Tatsächlich trumpften die Gäste zu Beginn mächtig auf. Bernd Eckhardt aus bester Position (7.) und Maximilian Schwarz per Kopf (9.) vergaben zunächst beste Chancen, ehe Schwarz aus der Drehung zur Führung traf (12.). Nehren fand kein Mittel, das Gästespiel zu unterbinden und hatte Glück, dass Bonlanden die zum Teil haarsträubenden Abwehrfehler des SVN nicht bestrafte.

„Will keiner den Ball, was ist denn hier los?“, rief SVN-Coach Schneider nach 20 Minuten über den Platz. Die Spieler antworteten auf ihre Art: Der fleißige Bayo setzt sich über links durch, mustergültiger Pass zu Keppler, der Landenberger im eins gegen eins keine Chance lässt und zum Ausgleich trifft (26.). Nehren war wieder im Spiel, auch wenn sich an der Rollenverteilung wenig änderte: Bonlanden rannte an und Nehren verteidigte.

Vom frühen Pressing der Landesliga-Saison, meist schon am Strafraum des Gegners, war nichts zu sehen. Nehren zog sich bis hinter die Mittellinie zurück, um dann die Pass-Wege dicht zu machen: „Unser Pressing der Vorsaison können wir nicht mehr oft spielen, dafür sind die Gegner zu clever“, erklärte Schneider. Früh in Hälfte Zwei wurde Bonlanden für seine Bemühungen belohnt, als der starke Schwarz trocken zum 2:1 abschloss (51.). Wieder vergaß es Bonlanden nachzulegen, doch Weigl vergab die Riesenchance vom Elfmeterpunkt. Panagiotis Deligiannidis per Freistoß (84.) und Alexander Blessin (früher SSV Reutlingen) erhöhten schließlich zum 4:1-Endstand.

Da beim SV Nehren zur Zeit mehr als zehn Spieler fehlen, darunter auch Leistungsträger wie Kapitän Jakob Braun und Abwehrchef Domenico Sbordone, wird es noch einige Wochen dauern, bis das Team komplett ist: „Das war heute eine ordentliche Vorstellung. Ich denke, dass wir in Bestbesetzung um einiges besser sind“, resümierte Schneider.

Schock für Nehren – Stürmer Pedro Keppler verletzt

SV Nehren: Konradi, Grober, Weigl, Eipper (68. Bäuerle), Bayo (85. Bobic) Hachmi, Laux, Frank, Motzer, Keppler (57. Okafor).

20 Tore in der vergangenen Landesliga-Saison, Torschützenkönig beim Tagblatt-Turnier und Schütze des 1:1-Ausgleichtreffers im Spiel gegen Bonlanden: Pedro Keppler ist ohne Frage eine der wichtigsten Akteure im SVN-Spiel. Nun reiht auch er sich in die lange Liste der Verletzten und Urlauber ein. In der 56. Minute knickte er bei einem harmlosen Zweikampf um, Keppler wusste sofort was los war: „Die Bänder sind wohl durch, das ist unglaublich bitter. Ich falle bis zu vier Wochen aus.“

Fußball: SV Nehren schnuppert an einer Überraschung
Zunächst traf er zum 1:1-Ausgleich, dann knickte er böse um: Stürmer Pedro Keppler (links) wird mit einem Bänderriss seinen sowieso schon dezimierten Nehrenern mindestens vier Wochen fehlen. Bild: Franke

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

23.08.2010, 12:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball