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Nutzlose Dominanz

Fußball: TSG Tübingen II lässt gegen Seebronn Punkte liegen

So etwas gibt es nur im Fußball: Die TSG Tübingen II dominierte gestern gegen den SV Seebronn über die ganze Spielzeit hinweg, musste dann jedoch trotz 2:0-Führung noch den 2:2 (1:0)-Ausgleich hinnehmen.

11.10.2010
  • friedrich schmid

Tübingen. Verglichen mit einem Pferderennen lässt sich das Spiel der TSG Tübingen gegen den SV Seebronn vielleicht am eindrücklichsten veranschaulichen: Das Tübinger Pferd führte von Beginn an mit einem immensen Vorsprung. So groß war dieser, dass der Jockey schon begann, das Tempo noch vor der Ziellinie zu drosseln, um nicht allzu viel Kraft einzubüßen.

Keiner der gut 100 Zuschauer hätte es wohl noch gewagt, auch nur einen Cent auf den Gegner aus Seebronn zu wetten. Doch da blieb das Tübinger Pferd auf einmal stehen – unmittelbar vor dem Ziel. Ein Schritt hätte gereicht, um zu siegen. Dieser Schritt ließ jedoch lange auf sich warten. So lange, bis Seebronn die Zeit fand, wie aus dem Nichts anzuziehen, aufzuholen und letztendlich gemeinsam mit Tübingen die Ziellinie zu überschreiten.

Die TSG Tübingen dominierte tatsächlich über die ganze Spielzeit hinweg und führte sogar mit 2:0, woraufhin das Spiel gegen vollkommen harmlose Seebronner im Anschluss mehr einem Trainingsspiel als einem Kreisliga-A-Spiel glich. „Normalerweise hättet ihr uns mit 8:2 abschießen müssen“, sagte dementsprechend SVS-Spielertrainer Andreas Ehing zu Tübingens Kapitän Fatih Artar.

Doch das tat Tübingen nicht – und wurde nach etlichen vergebenen Großchancen in der 78. Minute auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt: Zuerst ein wunderschön herausgespielter Konter als Folge eines Tübinger Ballverlustes und dann nur eine Minute später ein langer Ball in den TSG-Strafraum ließen die Tübinger dermaßen erstarren, dass sowohl Florian Kohler, als auch Andreas Ehing den Ball ins Tor bugsieren konnten. Und das innerhalb von zwei Minuten. „Da haben wir zweimal geschlafen. Ich weiß nicht, wie so etwas passieren kann“, ärgerte sich der deprimierte Tübinger Spielertrainer Argirios Pinakidis. „Wenn man zu Hause spielt, 2:0 führt und sowieso haushoch überlegen ist, muss man auch gewinnen“, sagte er.

Sowieso, wenn man nach dem 2:0 noch mindestens drei 100-Prozent-Chancen hat: Alleine Nebi Vllasalija hätte nicht nur in der 55. Minute den Sack zumachen müssen, als er – schon an SVS-Keeper Oliver Richardson vorbei – das Tor nicht traf. Doch nach den Treffern von Kerim Kaya (26.) und Michalis Pinakidis (54.) hielt er es wohl gar nicht für nötig. „Irgendwie war die TSG nach dem 2:0 zu überheblich. Wir waren eigentlich platt und haben selbst nicht mehr an einen Punktgewinn geglaubt“, sagte Ehing. „Doch der Punkt tut uns sehr gut“, freute er sich – auch wenn sein Team ohne die Gelb-Rote Karte von Swen Weiß nach dem 2:2 (84.) den trägen Tübinger Reitstall vielleicht sogar noch vollends überholen hätte können.

TSG Tübingen: Milik, Hanke, Thomsen (56. Granit Hoxhaj), Gutekunst, Vernarlis, Artar, Kaya, Michalis Pinakidis, Bledian Hoxhaj (46. Michael Sailer), Esmail (62. Argirios Pinakidis), Vllasalija.

SV Seebronn: Richardson, Swen Weiß, Schoch, Renner (75. Mathias Hartmann), Stopper, Marcel Hartmann, Schnell (72. Jens Weiß), Hahn, Kohler, Ehing, Boller (90. Alexander Weiß).

Fußball: TSG Tübingen II lässt gegen Seebronn Punkte liegen

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11.10.2010, 12:00 Uhr

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