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Fußball:SVN-Trainer Dieter König im Interview
„Es geht nicht um mich, es geht um den SV Nehren“: Dieter König.
„Nicht dreckig genug“

Fußball:SVN-Trainer Dieter König im Interview

Der SV Nehren zählte zu den Aufstiegs-Kandidaten in der Fußball-Landesliga. Im Jahr 2016 hat er bisher allerdings erst einen Punkt geholt und steckt im Abstiegskampf. Trainer Dieter König nennt vor dem Spiel am Sonntag (15 Uhr) bei der Spvgg Holzgerlingen die Gründe.

08.04.2016
  • Tobias Zug

TAGBLATT: Herr König, in der Hinrunde hat der SV Nehren noch die zweitmeisten Tore erzielt mit 32 – in diesem Jahr gerade mal eins. Sind die Tore kleiner geworden oder woran liegt’s…?

Dieter König: Man muss die 32 Tore differenziert betrachten. 19 von den 32 Toren sind allein in drei Spielen geschossen worden. Grundsätzlich haben wir seit geraumer Zeit Probleme mit der Chancenverwertung. Bedenklich wäre es allerdings, wenn wir keine Chancen mehr herausspielen würden – aber das ist nicht der Fall. Selbst bei der klaren Niederlagen wie zuletzt beim 1:4 bei Croatia Reutlingen hatten wir genug Chancen, um das Spiel sogar zu gewinnen. Unsere extrem schlechte Chancenverwertung ist aber nur ein Grund für die momentane Lage.

Ein anderer?

Esist immer wieder das gleiche Muster, wie wir Gegentore kassieren: Wir verlieren in der Vorwärtsbewegung den Ball, und bekommen dann die Räume in der Rückwärtsbewegung nicht schnell genug zu. Da sind wir dann auch nicht dreckig genug, sage ich mal, um mit einem taktischen Foul den Gegenstoß zu unterbinden, um schnell wieder hinter den Ball zu bekommen. Croatia hat das so gemacht.

Ist die Mannschaft zu brav?

Es sind viele kleine Mosaiksteine, die zum Gesamtbild gehören. Auch die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen passen nicht.

Das Problem ist also erkannt – und gebannt?

Wir arbeiten daran, setzen auch im Training diese Schwerpunkte. Es ist halt manchmal so im Sport, da hast du solche Phasen, in denen es nicht läuft. Aber das soll jetzt auch keine Ausrede sein: Denn die Tabelle zeigt unseren derzeitigen Leistungsstand. Wenn wir diese Dinge nicht rasch bereinigen, wird’s nicht nur eng, sondern ganz, ganz eng!

Wie verhält sich das Umfeld in Nehren?

Das unmittelbare Umfeld mit Vorstand und Abteilungsleiter Dietmar Schneider sowie Mannschaftsrat ist ruhig, und wir analysieren die Lage offen und sachlich. Insgesamt pflegen wir alle untereinander ein sehr offenes Verhältnis, geprägt von einem hohen Maß an gegenseitigem Respekt. Das erwarte ich auch von meiner Mannschaft. Wenn der Verein oder die Mannschaft aber der Überzeugung sein sollten, ein anderer Trainer oder ein neuer Impuls wäre notwendig, würde ich mich dem nicht in den Weg stellen – denn es geht nicht um mich, sondern um den Verein SV Nehren, und darum, dass der SVN in der Liga bleibt. Auch wenn der Weg gerade steinig ist, möchte ich weiter in diesem Umfeld und mit dieser Mannschaft arbeiten. Wir arbeiten an unseren Defiziten und werden sicherlich nicht liegen bleiben. Archivbild: Ulmer

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08.04.2016, 01:00 Uhr

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